Sexueller Missbrauch - psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 12. Oktober 2025

Was ist sexueller Missbrauch?

Sexuelle Handlungen, die ohne Zustimmung und Einverständnis beider Partner*innen erfolgen, sind sexueller Missbrauch bzw. sexualisierte Gewalt. Sexuelle Gewalt beginnt bei sexuell übergriffigen Gesten und Worten (etwa in Form von sexualisierter Sprache), bei Berührungen des Intimbereichs, des Hinterns und der Brüste sowie beim Festhalten einer anderen Person und beim Küssen, wenn kein Einverständnis gegeben ist. Die schlimmste Form von sexueller Gewalt sind Vergewaltigungen von Menschen. Sexualisierte Gewalt ist zugleich immer auch psychische Gewalt.


Ich biete nach sexuellen Gewalterfahrungen psychologische Hilfe, Psychotherapie und Traumatherapie in Salzburg an.

Wenn Sie Opfer von sexueller Gewalt wurden, dann haben Sie Anspruch auf eine kostenlose Psychotherapie über den Opferschutz.

Sexueller Missbrauch - psychologische Hilfe

Interview mit Dami Charf: "Die meist gestellten Frage zu sexualisierter Gewalt"

Die Opfer von sexueller Gewalt

Die Opfer von sexueller Gewalt sind Babys, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senior*innen, alte Menschen und Hochbetagte, Männer, Frauen, trans* und inter*Personen, aber auch Tiere. Sehr viele Frauen, die bei mir in Psychotherapie sind, berichten davon, Erfahrungen von sexualisierter Gewalt erlebt zu haben. Auch unter schwulen Männern findet sexuelle Gewalt häufig statt.



Die Täter*innen

Die Täter*innen sind männlich, weiblich oder divers. Sie manipulieren den Opfern gerne Schuldgefühle, verwirren und betreiben Gaslighting.

Gaslighting meint, dass der/die Täter*in sein Opfer so sehr verunsichert, einschüchtert, manipuliert und verwirrt, dass es seinem authentischen Erleben und seiner Wahrnehmung der Realität nicht mehr traut. Da sexuelle Gewalt meist innerhalb der Familie (Eltern gegenüber Kindern) oder innerhalb von Ehen und Partnerschaften erfolgt, sind hier das Gaslighting und die Täter-Opfer-Umkehr für die Psyche besonders schädigend, etwa dann, wenn Eltern ihren Kindern einreden, sie würden ja die sexuelle Gewalt eh genießen und seien selbst schuld, wenn die Eltern das Kind missbrauchen, es solle sich schämen.


Sexualisierte Gewalt und sexueller Missbrauch, der von Frauen ausgeht, ist ein gesellschaftliches Tabu. Zudem begehen Frauen in der Regel auf subtilere Weise sexuelle Gewalt.

Werden Männer Opfer, so tabuisieren sie aufgrund ihrer männlichen Sozialisation häufiger, dass sie sexuell missbraucht wurden und suchen sich dann keine Hilfe. Männer bleiben in der Regel mit ihren Gewalterfahrungen einsam und allein.


Missbrauch von besonderen Schutzverhältnissen

In bestimmten Situationen liegt auch dann sexueller Missbrauch vor, wenn beide Partner*innen damit einverstanden sind. Dies trifft immer dann zu, wenn ein Machtgefälle oder ein besonderes Vertrauens- oder Schutzverhältnis gegeben ist oder wenn die sexuellen Handlungen mit Schutzbefohlenen erfolgen. Beispiele dafür sind:

  • Ärzt*innen und Pflegepersonal mit ihren Patient*innen
  • Lehrer*innen mit ihren Schüler*innen
  • Psycholog*innen/Psychotherapeut*innen mit ihren Patient*innen
  • Gefängniswärter*innen mit Insass*innen
  • unter bestimmten Umständen auch Vorgesetzte mit ihren Angestellten
  • unter bestimmten Umständen auch Lehrpersonal mit erwachsenen Studierenden


Hilfe nach sexuellen Gewalterfahrungen

In der Psychotherapie unterstütze ich Sie, Ihre sexuellen Gewalterfahrungen und Traumen zu verarbeiten und ihren belastenden Emotionen, wie etwa Ohnmacht, Hass, Angst, Wut, Scham und Schuldgefühlen einen sicheren Raum zu geben. Auch wenn ich Sie nie dazu drängen würde, stehe ich Ihnen selbstverständlich immer bei, wenn Sie rechtliche Schritte gegen den/die Täter*in einleiten möchten. Ich arbeite mit Ansätzen aus der Existenzanalyse und der schonenden Traumatherapie.

Filmtipp: "Sexuelle Übergriffe an Männern – Ein gesellschaftliches Tabuthema"

Meist sind die Täter von sexueller Gewalt männlich. Manchmal werden aber auch Männer zu Opfern von Frauen. Dies ist ein großes gesellschaftliches Tabu, weshalb sich die männlichen Opfer in der Regel keine Hilfe suchen. 

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.