Traumatherapie / Traumafolgestörungen - Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 14. Dezember 2025

Was sind Traumen?

Traumen stellen psychische, körperliche Belastungen oder Wunden dar, welche einen Menschen massiv überfordern, ihn lähmen und hilflos machen.


Dies können etwa sein:

  • Sexuelle Gewalt und Vergewaltigungen
  • Unfälle
  • Der Verlust von Gliedmaßen
  • Entstellungen des Körpers und des Gesichts
  • Geiselnahmen
  • Naturkatastrophen


Posttraumatische Belastungsstörungen sind eine verzögerte Reaktion auf ein Trauma. Typisch ist hier, dass die betroffene Person das traumatisierende Ereignis immer wieder erlebt, etwa in Form von Intrusionen und Flashbacks.

Ich arbeite integrativ mit Ansätzen aus der Existenzanalyse, dem Felt Sense, der Ego-State-Therapie, der Hypnotherapie und der psychodynamischen Traumatherapie. Meine Traumatherapie richtet sich an Menschen, die unter Posttraumatischen oder Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörungen leiden.


Ich biete Traumatherapie, psychologische Hilfe und Psychotherapie, wenn Sie unter Traumafolgestörungen leiden.

Traumatherapie / Traumafolgestörungen - Psychologische Hilfe

Film: "Was ist ein Trauma?"

Dami Charf erklärt in ihrem Podcast sehr treffend die unterschiedlichen Typen von Trauma. Dami Charf ist Begründerin der Somatischen Emotionalen Integration.


Exkurs: Was ist die Somatische Emotionale Integration (SEI) nach Dami Charf?

Bitte beachten Sie, dass ich nicht in SEI zertifiziert bin. Ich möchte in diesem Artikel lediglich darüber informieren.


Somatische Emotionale Integration (SEI) nach Dami Charf ist eine körper- und bindungsorientierte Psychotherapiemethode, die besonders bei Entwicklungs- und Bindungstraumata eingesetzt wird.


Grundidee

Die Methode geht davon aus, dass traumatische Erfahrungen nicht nur im Denken, sondern vor allem im Körper gespeichert werden. Das Körpergedächtnis beeinflusst Gefühle, Stressreaktionen, Beziehungen und das eigene Selbstgefühl, oft, ohne dass man bewusst auf Erinnerungen zugreifen kann. SEI zielt darauf ab, Körperempfindungen und Emotionen bewusst wahrzunehmen und zu integrieren, statt allein über Worte und Gedächtnis an Traumata zu arbeiten.


Was bedeutet „somatisch“ und „emotional“?

  • „Somatisch“: bezieht sich auf den Körper und das Empfinden aus dem Inneren heraus (Embodiment).
  • „Emotional“: umfasst die Erfahrung in Körper, Emotionen und Psyche, also die Art und Weise, wie Gefühle gespürt und erlebt werden.

SEI kombiniert beides, um emotionale Zustände nicht nur kognitiv zu verstehen, sondern im Körper wirklich zu spüren, zu regulieren und zu integrieren.


Worum geht es in der Integration?

Integration bedeutet hier, dass Körpererfahrungen, Emotionen und innere (Bindungs-)Erlebnisse zusammengeführt werden, sodass:

  • man sich mehr im eigenen Körper zu Hause fühlt,
  • wieder emotional stabiler wird,
  • und eine bessere Selbstregulation und Beziehungsfähigkeit entsteht.


Wie läuft SEI typischerweise ab?

  • Achtsame Aufmerksamkeit auf Empfindungen im Körper und die damit verbundenen Gefühle
  • Sanfte Anleitung durch die Therapeut*in, die auf Tempo und Sicherheit achtet
  • Beziehungs- und Bindungsaspekte werden berücksichtigt — neue, positive Erfahrungen können alte verletzende Beziehungsmuster verändern
  • Die Arbeit kann Aspekte aus körperorientierten Verfahren wie Somatic Experiencing einbeziehen, ohne traumatische Ereignisse erneut überwältigend zu erleben.



Ziel der Methode

SEI will Menschen dabei unterstützen,

  • wieder mehr in Kontakt mit sich selbst zu kommen,
  • emotionale Selbstregulation zu stärken,
  • körperliche Empfindungen als Ressource statt als Bedrohung zu erleben,
  • und Bindungs- und Beziehungserfahrungen positiver zu gestalten.


Zusammengefasst ist Somatische Emotionale Integration eine ganzheitliche therapeutische Herangehensweise, die Körper-, Gefühls- und Beziehungserfahrungen verbindet, um Entwicklungstrauma zu heilen und Selbstregulation zu fördern.

Film: "What is trauma? The author of “The Body Keeps the Score” explains"

Traumafolgestörungen können ganz offensichtlich, aber auch subtil sein. Nicht immer ist das Trauma für andere Menschen sichtbar.

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.