Gerontopsychotherapie – Psychologische Hilfe für ältere Menschen

Florian Friedrich • 13. August 2025

Das Defizitmodell des Alters

Bedauerlicherweise herrscht in unserer Gesellschaft noch immer das Defizitmodell des Alters vor, und auch viele Fachkräfte vertreten die Meinung, dass sich Psychotherapie im Alter nichts bringe. Dies ist ein Irrtum, denn alte und hochbetagte Menschen besitzen eine differenzierte Persönlichkeit und können diese in jeder Lebensphase authentisch entfalten.


Gerontopsychotherapie heißt Psychotherapie und psychologische Hilfe für ältere, alte und hochbetagte Menschen.

Ich biete therapeutische Unterstützung Vorort in Salzburg an und mache auch Heim- und Krankenhausbesuche. Zudem arbeite ich online in Österreich und Deutschland.

Gerontopsychotherapie – Psychotherapie im Alter Salzburg/Hamburg

DAS Alter und DEN alten Menschen gibt es nicht

Es ist zu bedenken, dass nicht verallgemeinernd von DEM Alter und DEM alten Menschen gesprochen werden kann, da die Lebensphasen des Alters genauso individuell sind wie in jüngeren Jahren. Jeder Mensch ist aufgefordert, Authentisches in seinem Leben zu verwirklichen, auch im Alter. Aus diesem Grund gibt es mannigfaltige Lebensstile im Alter, die noch dazu vom sozialen Umfeld, von sozioökonomischen Bedingungen, von der Bildung, der Ausgangsbegabung, der Biografie u.v.m. beeinflusst werden.

Film: "Im Alter einsam? Muss nicht sein"

In der Psychotherapie spielt die persönliche Einstellung zum Älterwerden und zum Altern eine besondere Rolle.

Erlebt etwa ein Mensch das Alter als einengend und kann sein Altern nicht gestalten, so gehen ihm persönliche Potenziale verloren und er kann depressiv werden.
In der Logotherapie und Existenzanalyse geht es um die persönliche Einstellung zu Situationen und zu den kognitiven und emotionalen Belastungen, welche das Alter mit sich bringt. Die Existenzanalyse betrachtet den alten Menschen nicht als passives Opfer der Umstände, sondern als einen aktiv Gestaltenden, der – ganz gemäß dem Verständnis der Salutogenese – immer auch anders kann und immer auch gesunde, authentische und heile Potenziale in sich trägt, und zwar bis zum letzten Atemzug.
Setzen sich Menschen bewusst mit ihrem Älterwerden auseinander, so besteht die Chance, dass sie Kompetenzen gewinnen und zufriedener und ruhiger werden.


Psychotherapie ist auch im Alter hochwirksam

Psychotherapie im Alter wird unterschätzt und vor allem heute noch wenig in Anspruch genommen, da die älteren Generationen aufgrund ihrer Sozialisation Scheu und Angst vor Psychotherapie haben. Dies wird sich freilich in den nächsten Jahrzehnten ändern, wenn die Baby-Boomer-Generation alt wird. Gerade in der Logotherapie und Existenzanalyse gibt es viele Ansätze und Berührungspunkte für Psychotherapie mit älteren und hochbetagten Menschen.
Altern geht oft mit Sinnkrisen, Abschieden, Loslösung, Bestandsaufnahme, Krisen und Verlusten einher – etwa dann, wenn der/die Lebenspartner*in stirbt, und gerade hier kann die Existenzanalyse wertvolle Unterstützung und Begleitung bieten.


Anlässe für eine Psychotherapie können sein:

  • Schwierigkeiten mit dem Älterwerden
  • Krisen wegen des Nachlassens der körperlichen Kräfte
  • Sinnkrisen
  • Einsamkeit
  • Verluste wie Tod des Partners/der Partnerin
  • Verlust des Kindes
  • Sterben, Tod und Trauer
  • die Diagnose einer schweren Erkrankung
  • Depressionen und Angststörungen
  • Panikattacken
  • Liebeskummer und Trennungsschmerz, Scheidung
  • Sexualität und Partnerschaft
  • Ehe und Konflikte in der Ehe
  • Konflikte mit Angehörigen
  • der letzte Lebensabschnitt (palliative Begleitung, Hospiz)

Podcast von Verena König: "Trauma und Altern"

Die Traumatherapeutin Verena König spricht darüber, warum sich Traumafolgysymptome im Alter verstärken können.

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Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen Rituelle Gewalt und Mind Control – Was wissen wir eigentlich? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Die Macht der Erinnerung Du bist nicht dein Zustand Wenn der Therapeut die Geschichte mitliefert Michaela Huber – Koryphäe, Einfluss und fachliche Kritik Valeria Petkova – Wenn Mind Control zur Erklärung wird Wenn Therapie zur Weltanschauung wird 9. Wenn Therapeut aussteigen – Schuld, Loyalität und der Weg zurück Wenn du als Klient aussteigen willst Wem gehört die Geschichte eines Menschen? Portugal, Netzwerke und die Internationalisierung einer therapeutischen Schule Von SPIEGEL bis zum goldenen Aluhut – Wenn Wissenschaft, Therapie und Medien aufeinanderprallen Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.