Pornosucht überwinden - Sexualtherapie und Psychotherapie

Florian Friedrich • 25. Juli 2025

Was ist überhaupt eine Sucht nach Pornografie?

Pornosucht ist eher selten und der Begriff wird sehr vorschnell und pathologisierend verwendet. Nur wenn der betroffene Mensch unter seiner Sucht subjektiv leidet, ist die Pornosucht ein Anlass für eine Sexualtherapie oder Psychotherapie. Dabei gelten dieselben Kriterien wie bei anderen Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen, damit eine Pornosucht als behandlungsbedürftige psychische Erkrankung diagnostiziert werden darf.


Wenn Sie denken, dass Sie unter Pornosucht leiden, können Sie mich gerne kontaktieren. Zudem biete ich in Salzburg, Wien, Hamburg und Berlin psychologische Hilfe und Psychotherapie an, wenn Sie von Pornos abhängig sind. Pornosucht lässt sich manchmal ganz überwinden, zumindest aber abmildern.

Pornosucht überwinden -  Sexualtherapie und Psychotherapie

Unter Pornosucht versteht man in der Psychologie das suchtartige Verlangen nach pornografischem Material. Ein Mensch, der süchtig nach Pornos ist, erlebt Selbstbefriedigung beim Ansehen von Pornografie nicht als etwas Wertvolles, Entspannendes, Lustvolles, die Fantasie-Anregendes, Positives, Befreiendes oder Lebendiges, sondern er fühlt sich zwanghaft zur Pornografie gedrängt und getrieben. Er hat kein Gefühl von innerer Freiheit mehr und auch sein Zugang zu Pornos und Masturbation ist nicht mehr frei und entspannt. Er vernachlässigt seinen Freundeskreis, seine Familie, seine Partnerschaft, seine Ausbildung oder seine Arbeit, weil er ständig im Internet nach neuen, noch heißeren, noch besseren Pornos sucht – oft viele Stunden am Tag. Ein Mensch, der pornosüchtig ist, hat einen hohen Leidensdruck und ist mit seinem suchtartigen Verlangen nach Pornos äußerst unzufrieden und unglücklich. Er erlebt sich wie ferngesteuert, es fehlt ihm die innere Zustimmung zum Pornokonsum.


Was sind die Gründe?

Die Gründe für eine Pornosucht sind vielfältig und können von tiefer Unzufriedenheit mit der eigenen Identität, der Suche nach Ablenkung, Zerstreuung, Traumatisierungen, Depressionen, Ängsten bis hin zu schweren Persönlichkeitsstörungen reichen.

Hat hingegen ein Mann*/eine Frau* starke Bedürfnisse nach Pornografie und erlebt seinen/ihren Pornokonsum als lustvoll, schön, erfüllend und bereichernd, dann hat das rein gar nichts mit einer Pornosucht zu tun.

Auch mit dem Begriff „Pornosucht“ muss man somit sehr vorsichtig sein, weil er im Alltag häufig vorschnell und pathologisierend verwendet wird. Erst das subjektive Erleben des Betroffenen, also wenn sich ein Mensch als süchtig nach Pornografie erlebt und einen Leidensdruck empfindet, ist ein Grund, diese Diagnose zu stellen.

Reportage: "Tabuthema Pornosucht: So ist es wirklich"

Im Video wird gezeigt, wie schwer eine echte Pornosucht sein kann und wie sie Partnerschaften zerstören kann.

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
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von Florian Friedrich 18. Juni 2026
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