Sucht nach Pornos und Internetsexsucht – psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 25. Juli 2025

Große Unsicherheiten und vorschnelles krank-Reden

Immer wieder kommen Menschen zu mir in die Sexualberatung und fragen mich, ob sie pornosüchtig seien. Oftmals reden ihnen auch Menschen ihres sozialen Umfelds dies ein, etwa ihre Partner*innen oder Angehörige. Hier kann ich dann allerdings schnell Entwarnung geben.

Denn eine Pornosucht besteht erst dann, wenn die Gedanken permanent, also viele Stunden am Tag, um pornografische Bilder kreisen. Die Familie, die Arbeit, der Freundeskreis, das Studium und die Partnerschaft werden dann zugunsten des Pornokonsums bzw. der Internetsexsucht vernachlässigt.
Auch wenn ein Mensch in der Partnerschaft keine oder kaum Lust auf Sexualität hat, aber häufig Pornos ansieht, ist das noch lange kein Hinweis auf eine Pornosucht. Derartige Schwierigkeiten in der gemeinsamen Sexualität sind nämlich häufig und haben vielfältige, auch paardynamische Ursachen und sind komplex.

Halten wir fest: Die Sucht nach Pornos und Internetsexsucht sind sehr selten. Ein hoher und lustvoller Pornokonsum, bei dem sich Menschen wohlfühlen, ist noch lange keine Sucht und sollte nicht vorschnell pathologisiert werden.


Ich biete persönlich und online Psychotherapie, psychologische Hilfe und Sexualtherapie an, wenn Sie unter Ihrem Pornokonsum leiden.

Sucht nach Pornos und Internetsexsucht – psychologische Hilfe

Unterschied zwischen Pornos und Realität

Ich möchte Pornos nicht schönreden, weil es im Internet wirklich furchtbare Bilder gibt. So fragen mich in Schulklassen immer wieder neunjährige Kinder, was passieren kann, wenn ein Mensch mit einem Tier schläft. Hier kann ich dann rückschließen, dass die betroffenen Kinder bereits verbotene Mensch-Tier-Pornos gesehen haben. Pornografie bedient sich zudem sexistischer Frauen- und Männerbilder, wertet Menschen ab und reduziert die Vielfalt der Sexualität auf roboterhafte Mechanik und Hydraulik. Daher ist der Konsum von Pornos für Kinder und Jugendliche auch zu Recht verboten, und wer Kindern und Jugendlichen Pornographie zur Verfügung stellt, der macht sich strafbar.


Andererseits finden viele Konsument*innen genau Letzteres, also sexistische Fantasien, Sex ohne Liebe, das Verbotene, Tabus etc. als Fantasie anregend, reizvoll und lustvoll. Unsere Sexualität und Fantasie sind eben nicht politisch korrekt, und Sex besteht auch nicht nur aus Liebe, Blümchen und Bienen, sondern hat auch dunkle, aggressive, überwältigende und verbotene Facetten. Gerade das Tabu kann dann zum starken Reiz werden.
Solange ich mir also vor Augen halte, dass Pornos keine Dokumentationen, sondern Fantasyfilme sind, und ich zwischen Fantasie, Pornografie und Realität unterscheiden kann, ist alles gut, und mein Pornokonsum wird sich nicht negativ auf meine Psyche und Sexualität auswirken.

Filmtipp: "Masturbation und Pornokonsum: Wann wird es zum Problem?"

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Gemeinsame Kinder mit Narzissten: So schützt du dein Kind nach der Trennung
von Florian Friedrich 18. Juni 2026
Gemeinsame Kinder mit Narzissten: So schützt du dein Kind nach der Trennung
Ein roter, frischer Apfel liegt in zwei Händen. Der Hintergrund ist unscharf.
von Florian Friedrich 17. Juni 2026
Adipositas lässt sich mit hypnosystemischen Ansätzen und Hypnose selbstfürsorglich und selbstwirksam regulieren.
Ein Arzt spircht mit einem HIV-positiven Mann.
von Florian Friedrich 11. Juni 2026
Erfahren Sie, warum HIV-positive Männer oft länger leben als Männer ohne HIV-Infektion.