Schuldgefühle mildern und sich vergeben lernen

Florian Friedrich • 5. November 2025

Psychotherapie in Salzburg, Wien, Hamburg und München

Schuld gehört zum Leben einfach dazu. Wir können nie ganz schuldfrei leben, weil wir Fehler machen (müssen), um daraus zu lernen und daran zu wachsen. Außerdem können wir lernen, gut mit unseren Fehlern umzugehen und damit zu leben.

Schuld ist nie ganz abgeschlossen, denn sie stellt uns im Leben immer wieder vor die Herausforderung, neu zu beginnen.

Echte, tatsächliche Schuld lässt sich immer mildern und abtragen. Sie drängt uns dazu, Unrecht wieder gutzumachen.

Traumatische Schuldgefühle entstehen, wenn Kinder sanktioniert werden, wenn sie nicht das Verhalten an den Tag legen, welches ihre Eltern von ihnen erwarten. Diese manipulierten Schuldgefühle entfernen Menschen von ihrem personalen und authentischen Kern.


Ich biete psychologische Hilfe an und unterstütze Sie dabei, Ihre Schuldgefühle zu mildern und sich zu vergeben.

Schuldgefühle und Schuld - psychologische Hilfe

Was sind Schuldgefühle?

Gesunde Schuldgefühle weisen uns darauf hin, dass wir uns selbst, unseren Werten, unseren authentischen, personalen Bedürfnissen und Haltungen oder unseren Mitmenschen nicht treu geblieben sind. Angemessene Schuldgefühle machen uns dann darauf aufmerksam, dass wir Wiedergutmachung leisten sollen. Wir können uns dabei entschuld(ig)en.

Irrationale oder neurotische Schuldgefühle hingegen können uns plagen und malträtieren, und zwar auch dann, wenn wir gar keine reale Schuld auf uns geladen haben. Wir fühlen uns dann immer schuldig, obwohl wir gar nichts zu verantworten haben.

Schuldgefühle können zudem leicht anerzogen und manipuliert werden. Menschen, die durch sexuelle, körperliche, religiöse, psychische und emotionale Gewalt traumatisiert wurden, fühlen sich permanent und überall schuldig, als ob sie die alleinige Verantwortung für ihre Mitwelt und ihre Mitmenschen hätten. Sie haben dann schwere Schuldgefühle, wenn sie anderen Menschen eine Grenze setzen oder für sich selbst und ihr Eigenes eintreten, sofern sie dies überhaupt können.

Daher ist es so wichtig, zwischen Schuld und Schuldgefühlen zu differenzieren.

Filmtipp zum Thema Schuld: "Tödlicher Autounfall - Ich saß am Steuer"

Schuld aus einer existentiellen Perspektive

Nur wer gar nicht am Leben teilnimmt, nichts wagt und sein Leben nicht mehr lebt, sondern stattdessen alles vermeidet, macht keine Fehler. Er trägt aber auch dann eine Schuld, nämlich die Schuld sich selbst gegenüber, sein Leben nicht zu gestalten und zu leben. Manche Menschen haben ihr Leben aus Angstvermeidung und wegen der Angst vor Fehlern nie wirklich gelebt.

Ein Mensch kann so sich selbst gegenüber schuldig werden, weil er seine natürlichen und echten Bedürfnisse nach Sexualität, Liebe, Partnerschaft, sexueller Orientierung, Selbstbefriedigung u.v.m. nicht auslebt. Er wird sich dann selbst nicht gerecht.

Film: "Schuldgefühle: Wie komme ich damit klar? | Wie gehen wir mit Schuld um?"

Film: "Sexualisierte Gewalt: Ich habe mir selbst die Schuld gegeben"

Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich • 2. Oktober 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Schematische Darstellung des menschlichen Gehirns als leuchtendes organisches Organ, von dem sich ab
von Florian Friedrich • 29. September 2026
Kritische Analyse von Florian Friedrich: Warum Mind Control neurobiologisch unmöglich ist und suggestive Therapie Scheinerinnerungen erzeugt.
Eine frisch aufgeschnittene gelbe Zitrone mit spritzenden Safttropfen auf einem Holztisch.
von Florian Friedrich • 28. September 2026
Warum Modelle wie „Translogik“ (Huber/Petkova) in der Traumatherapie wissenschaftlich unhaltbar sind. Fakten zu Dissoziation und False Memories.
Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.