ADHS bei Erwachsenen - Psychotherapie

Florian Friedrich • 28. Oktober 2025

Psychotherapie für erwachsene Menschen mit ADS und ADHS in Salzburg / Wien / Hamburg

Ich biete psychologische Hilfe, soziales Kompetenztraining und Unterstützung für Erwachsene mit ADHS und ADS an.

Psychologische Hilfe und Psychotherapie: ADHS bei Erwachsenen

Was ist ADHS?

Menschen, die unter ADHS (dem Aufmerksamkeitsdefizits- und Hyperaktivitätssyndrom) leiden, tun sich schwerer als neurotypische Personen, sich selbst zu steuern, zu kontrollieren und sich zu konzentrieren. Sie verlieren rascher den Fokus, driften mit ihrer Aufmerksamkeit ab und neigen zum Verlust der Impulskontrolle. Auch körperliche Unruhe sowie ein starker Drang, sich zu bewegen, sind Symptome von ADHS. Weitere Bezeichnungen für ADHS sind: die Hyperkinetische Störungen oder das Zappelphilipp-Syndrom.

Filmtipp: "ADHS bei Erwachsenen"

ADHS und ADS werden bei erwachsenen Menschen oft gar nicht oder viel zu spät diagnostiziert.


Der Hypnosystemische Ansatz in der Arbeit mit Personen, bei denen ADHS diagnostiziert wurde

Als Hypnosystemiker und Anhänger des Konstruktivismus erlebe ich Diagnosen meist als trivialisierend und als eine die Komplexität reduzierende Vernichtung von Informationen. Zudem werden Diagnosen überwiegend völlig blind für den Kontext gestellt, in dem ein Symptom auftritt.

Ziel dienlich sind Diagnosen aus meiner hypnosystemischen Sicht dann, wenn Patient*innen sie wollen, weil sie dadurch Entlastung erfahren (was ich dann wieder utilisieren kann), oder diese eben für die Krankenkassen und Sozialversicherungsträger brauchen.

Der Begründer der Hypnosystemik Gunther Schmidt erwähnt etwas augenzwinkernd, dass sich seine Klient*innen eine der häufigsten Diagnosen (etwa "mittelgradige depressive Episode") selbst auswählen dürfen (sie können aber auch ausgewürfelt werden), wobei wir die Diagnosen dann zusammen mit unseren Klient*innen auf möglicherweise negative Auswirkungen überprüfen sollten.


Ich betrachte das Lernen von Selbstregulierung und einen freundlichen Umgang mit dem Symptom als wesentliche Bausteine und als sehr entlastend in der Beratung bzw. Arbeit mit Menschen, die als Personen mit ADHS definiert werden bzw. in gewissen Kontexten Symptome von ADHS zeigen.


Zum "Konstrukt": ich bin Hypnosystemiker und Anhänger des Konstruktivismus. Diese Sichtweise muss natürlich niemand teilen, weil sie ja auch nur ein Konstrukt ist. Für mich als Mensch und in meiner Arbeit ist sie stimmig und hilft nach meiner Erfahrung auch Menschen, die die Diagnose ADHS bekommen.

Selbstredend gibt es bei Menschen, die als Personen mit ADHS definiert werden, hirnphysiologische Veränderungen. Diese neurobiologischen Veränderungen gibt es aber auch bei Schmerzen, bei Traumata, bei Ängsten, Depressionen, nach Meditation und Selbstfürsorge, sprich: Aufgrund der Neuroplastizität des Gehirns gibt es immer (lebenslang) Veränderungen in der Hirnphysiologie.


Ich selbst war früher pathologisierender unterwegs und habe ADHS zu sehr als eine biologische Tatsache betrachtet. Davon möchte ich mich heute distanzieren. Viele Menschen, bei denen ADHS (oder ASS) konstruiert wird, zeigen Traumafolgesymptome von Bindungsverletzungen oder Entwicklungstraumata und weisen nach Beratung bzw. Therapie keine Symptome mehr auf. Ich habe es zu oft erlebt, dass ADHS oder ASS fehldiagnostiziert wird, was nicht heißt, dass es solche Phänomene nicht gibt. Aber psychologische Diagnosen sind eben (aus meiner Sicht) niemals Wahrheit oder Realität, sondern Konstrukte, die in einem bestimmten Kontext geschaffen werden und Ziel dienlich sein sollten. Wenn einer Klientin die Diagnose ADHS hilft, um freundlicher und empathischer mit sich selbst umzugehen, dann ist das für mich die Intervention des Jahres.

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