Hochsensibilität und Hochsensitivität - Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 12. Dezember 2025

Was ist hochsensitiv und hochsensibel?

Hochsensible und hochsensitive Menschen haben aufgrund besonderer Eigenschaften ihres Nervensystems eine überdurchschnittlich feine, intensive, tiefe und differenzierte Wahrnehmung. Sie nehmen Sinnesreize viel intensiver wahr und verarbeiten sie tiefer.


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie bei Hochsensitivität, Hochsensibilität und Hochbegabung an, auch online.

Hochsensibilität und Hochsensitivität - Psychologische Hilfe

Reizüberflutung als Stressor

Die betroffenen Personen sind trotz zahlreicher Vorteile mitunter gestresst und überfordert, wenn die Reizüberflutung und Überstimulation zu groß wird. Oft sind hochsensitive und hochsensible Menschen auch hochbegabt. Hochbegabte Menschen nehmen mehr Reize wahr und verarbeiten diese rascher.

Vermutlich gibt es u.a. genetische Ursachen für Hochsensitivität und Hochsensibilität. Hochsensitivität hat viele Vorteile, wie etwa ein Mehr an Intuition, Empathie, Kreativität, der Fähigkeit zu reflektieren, Spürigkeit u.v.m.

 

Es kann zu Problemen mit dem sozialen Umfeld kommen, welches die spezifischen Bedürfnisse hochsensitiver und hochsensibler Menschen nicht oder zu wenig validiert oder gar völlig ignoriert. Hochbegabte Menschen werden darüber hinaus durch soziale Systeme oft gehemmt, sabotiert, nicht gesehen, nicht anerkannt bzw. nicht ernst genommen, abgewertet oder als Hochstapler*innen diffamiert. Dies kann bei ihnen reaktiv zu Depressionen und Ängsten führen.



Psychotherapie für Erwachsene

In einer Psychotherapie können Sie lernen, sich vor Reizüberflutungen besser zu schützen und konstruktiver damit umzugehen, um ihre Potenziale sinnvoller und optimal zu nutzen. Dabei arbeite ich auch viel mit Skillstraining zur Stress- und Emotionsregulation.

Filmtipp: "Hochsensibilität: Was ist das eigentlich?"

Die permanente Reizüberflutung kann hochsensitive und hochsensible Menschen massiv belasten.

Kann Hochsensibilität auch eine Traumafolge sein?

Kurz gesagt: Ja, hochsensibles Verhalten kann als Folge von Trauma entstehen – aber nicht jede Hochsensibilität ist traumabedingt. Es ist wichtig, zwischen angeborener Hochsensibilität (HSP) und traumabedingter Übererregbarkeit bzw. „Hochsensibilität durch Trauma“ zu unterscheiden.



1. Angeborene Hochsensibilität (HSP)

Der Begriff „Hochsensibilität“ nach Elaine Aron beschreibt ein temperamentelles Persönlichkeitsmerkmal, das von Geburt an besteht. Kennzeichen sind u. a.:

  • intensive Wahrnehmungsverarbeitung
  • stärkere Reaktion auf Reize
  • großes Einfühlungsvermögen
  • hoher Bedarf an Rückzug

Diese Form ist nicht durch Trauma verursacht.

Hat Hochsensibilität etwas mit Trauma zu tun?

Die renommierte Traumatherapeutin Dami Charf vetritt die Meinung, dass Hochsensibilität häufig durch frühe Verletzungen oder Entwicklungstrauma entsteht. Dadurch würden Menschen Entgrenzungen im Nervensystem erleben und Schwierigkeiten haben, Reize gut zu filtern und sich selbst zu regulieren – was äußere Sensitivität und innere Überforderung zur Folge haben kann.

In diesem Verständnis ist „Hochsensibilität“ keine angeborene Persönlichkeitsstruktur, sondern ein Ausdruck davon, wie traumatische Erfahrungen das Nervensystem und die Selbstregulation beeinflussen.

2. Traumabedingte „Hochsensibilität“

Durch Trauma – vor allem Kindheitstrauma, Bindungstrauma oder chronischen Stress – kann ein Mensch ebenfalls sehr empfindlich auf Reize reagieren. Aber der Mechanismus ist ein anderer:

Typische traumainduzierte Faktoren:

  • Hypervigilanz (ständige innere Alarmbereitschaft)
  • Übererregung des Nervensystems (Dysregulation)
  • stärkere Reizüberflutung, weil das System Gefahren scannt
  • emotionale Überempfindlichkeit, weil das Stresssystem „aufgedreht“ bleibt
  • Bindungsängste oder starke Bedürfnisorientierung, z. B. People Pleasing

Diese Form wird oft fälschlich als Hochsensibilität interpretiert, ist aber neurobiologisch eine Folge von Trauma.


Viele Menschen haben eine Mischung aus beidem: eine empfindliche Grundstruktur, die durch Stress/Trauma noch verstärkt wurde.


Fazit

Hochsensibilität kann durch Trauma entstehen – dann handelt es sich meist um Übererregung und Hypervigilanz, nicht um echte angeborene HSP. Beides kann sich aber sehr ähnlich anfühlen.

Wenn du möchtest, können wir gemeinsam herausfinden, welche Aspekte bei dir passen oder woran man es im Einzelfall erkennen kann.

Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich 13. September 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich 13. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird.  Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
Im Zentrum steht eine transparente menschliche Kopf-Silhouette.
von Florian Friedrich 13. September 2026
Rituelle Gewalt, Mind Control und False Memory: Warum therapeutische Erklärungen sorgfältig geprüft werden müssen In der Psychotherapie begegnen Fachleute immer wieder Menschen mit intensiven Ängsten, körperlichen Reaktionen, Erinnerungslücken, Albträumen oder schwer einzuordnenden inneren Zuständen. Solche Erfahrungen können zutiefst belastend sein und verdienen eine ernsthafte therapeutische Begleitung. Gleichzeitig stellt sich eine zweite, fachlich anspruchsvolle Ebene: Welche Bedeutung wird diesen Erfahrungen gegeben? Gerade dort, wo es um rituelle Gewalt, Mind Control oder vermeintlich verdrängte Erinnerungen geht, können Erklärungsmodelle eine besondere Macht entwickeln. Aus einer zunächst möglichen Hypothese kann schrittweise eine Gewissheit werden. Und aus einer Gewissheit kann schließlich eine umfassende Erklärung für die eigene Lebensgeschichte entstehen.
Körperbasiert reguliert - Podcast
von Florian Friedrich 12. September 2026
Willkommen zu deinem 52-wöchigen Jahres-Curriculum für somatische Selbstregulation.