Hypnose vor zahnärztlichen Behandlungen

Florian Friedrich • 7. Dezember 2025

Was kann die moderne Hypnose?

Hypnose ist eine wirksame Methode, um Angst und Stress abzubauen und eine entspanntere, oft schmerzreduzierte oder schmerzfreie Behandlung zu ermöglichen. Sie wird vor allem bei Angstpatient*innen, Menschen mit starkem Würgereiz oder Patienten mit Lokalanästhesie-Unverträglichkeit angewendet. 


Ich biete Hypnose und Techniken der Selbsthypnose vor zahnärztlichen Eingriffen und Behandlungen an.

Hypnose vor zahnärztlichen Behandlungen

Wie läuft eine zahnärztliche Hypnose ab?

Während der zahnärztlichen Hypnose versetzt der /die Zahnärzt*in oder ein*e geschulte*r Hypnosetherapeut*in den / die Patient*in in einen Trancezustand, in dem die Aufmerksamkeit von den äußeren Reizen (wie Bohrgeräuschen oder Spritzen) nach innen auf positive Empfindungen gelenkt wird. 

  • Vorbereitung: Ein Vorgespräch (Aufbau von Rapport) schafft Vertrauen und klärt die individuellen Ängste und Wünsche des / der Patient*in.
  • Induktion: Durch gezielte sprachliche Anweisungen wird der / die Patient*in in einen tiefen Entspannungszustand (Trance) geleitet.
  • Behandlung: Im Trancezustand können Schmerzempfinden und Angst durch Suggestionen beeinflusst oder blockiert werden.
  • Rückführung: Nach der Behandlung wird der / die Patient*in sanft aus der Hypnose zurück ins Hier und Jetzt geführt (Dehypnose). 


Was sind Vorteile von Hypnose?

  • Angstabbau: Ermöglicht es selbst Phobie-Patienten, sich behandeln zu lassen.
  • Schmerzmanagement: Das Schmerzempfinden kann reduziert oder ausgeschaltet werden, was oft den Bedarf an chemischer Anästhesie mindert oder ersetzt.
  • Entspannung: Patient*innen erleben die Behandlung als angenehm und gut erholt.
  • Reduzierter Würgereiz: Die Hypnose hilft, den Würgereflex zu kontrollieren.
  • Nebenwirkungsfrei: Im Gegensatz zur Vollnarkose ist Hypnose frei von körperlichen Nebenwirkungen. 
  • Sie können nach der Hypnose mit dem Auto fahren bzw. ganz normal am Straßenverkehr teilnehmen, beruflichen Tätigkeiten nachgehen u.v.m.

Hypnose beim Zahnarzt | Hauptsache gesund | MDR

Gibt es in Österreich eine Teilrefundierung für Hypnose, wenn diese im Rahmen einer Psychotherapie stattfindet?

Ja, in Österreich wird Hypnose als vollwertige Psychotherapiemethode anerkannt und von der gesetzlichen Krankenkasse (z.B. ÖGK, BVAEB, SVS) teilweise refundiert, wenn sie von einem ausgebildeten Psychotherapeuten im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung durchgeführt wird.

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Was sind Rituelle Gewalt und Satanic Ritual Abuse (SRA)? Rituelle Gewalt und SRA gibt es nicht, sie sind ein Märchen, eine Urbane Legende. Das Konstrukt ist eine Verschwörungstheorie, die unter Psychotherapeut*innen weit verbreitet ist und nicht hinterfragt wird. Die bekannte Traumatherapeutin Michaela Huber gilt als eine der Hauptvertreterinnen dieser Theorie. Das Narrativ behauptet, dass geheime Organisationen, wie etwa Satanssekten, im Untergrund Kinder missbrauchen, foltern, abrichten und mittels Mind Control fernsteuern. Rituelle Gewalt werde von der Politik, von der Justiz, von der Polizei und den Reichen und Mächtigen verschleiert. Gerade der nicht empirische Nachweis der Rituellen Gewalt sei ein Beweis für deren Existenz. Auch Behandlungsfehler durch Traumatherapeut*innen und das Suggerieren falscher Erinnerungen sind kein Beweis für die Existenz Ritueller Gewalt. Wer sich kritisch dagegen äußert, der wird massiv angefeindet und ihm wird rasch unterstellt, dass er selbst ein Teil dieser großen Verschwörung sei oder zumindest generell Gewalt an Kindern rechtfertige, ganz nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich und auch gegen alle Opfer von Gewalt." Viele meiner Kolleg*innen wissen gar nicht, dass es sich bei dieser dümmlichen Theorie lediglich um ein Verschwörungsnarrativ handelt. Eine Klarstellung oder: Wer hat hier ihren eigenen einst guten Ruf geschädigt? Die bekannte Psychotherapeutin Michaela Huber verbreitet Verschwörungsgeschichten zu Satanismus, Satanic Panic und Ritueller Gewalt. Diese konnten bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Somit handelt es sich bei Ritueller Gewalt um eine Urbane Legende bzw. um ein Verschwörungsnarrativ, welches ein False-Memory-Syndrom suggerieren kann. Nachdem mir eine Kollegin auf einer Social-Media-Plattform unterstellt hat, ich würde bei der "renomierten" Kollegin Michaela Huber Rufschädigung und Diskreditierung begehen, dass diese mittlerweile entlastet worden sei (falsch!), dass ich ihren therapeutischen Ansatz abwerte (richtig, da fühle ich mich verstanden, wobei eine Verschwörungstheorie in meiner Welt kein psychotherapeutischer Ansatz ist) und dass mein Beitrag „vollkommen überflüssig sei“, habe ich ihr folgendes geantwortet: Michaela Huber gilt heute als sehr umstritten und wird sogar auf Wikipedia heftigst als Verschwörungstheoretikerin kritisiert. In Österreich würde ich Michaela Huber sofort bei der Ethikkommission melden, und eventuell würde ihr sogar die Zulassung als Psychotherapeutin entzogen werden, wenn sie sich nicht von ihren Verschwörungsgeschichten zur rituellen Gewalt distanziert. In Deutschland ist das leider etwas schwieriger. Michaela Huber wurde keinesfalls entlastet und konnte ihre Theorien bis heute nie beweisen. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein oder die Bereitschaft, in einen wissenschaftlichen Dialog und Diskurs zu treten, verbreitet sie nach wie vor ihre esoterische Ideologie. So dürfen sich Psychotherapie-Schulen oder traumatherapeutische Ansätze, die einen seriösen Anspruch nach dem State-of-the-Art haben, nicht verhalten, so verhalten sich allerdings Sekten (was paradox ist, denn Huber postuliert ja, Satanssekten aufzudecken). Hier werden Huber und ihre Jünger*innen dem ganz ähnlich, was sie zu bekämpfen suchen.