Somatoforme Schmerzstörung - Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 8. Dezember 2025

Chronische Schmerzen vermindern die Lebensqualität

Schmerzen können langandauernd und chronisch verlaufen. Nicht immer wird dafür eine Ursache gefunden. Vielmehr sind es meist biopsychosoziale Ursachen, die komplex ineinandergreifen. Schmerzen bzw. eine Schmerzstörung können Menschen massiv belasten und in ihrer Lebensqualität einschränken.

Somatoforme Schmerzstörung - Psychologische Hilfe

Was sind somatoforme Schmerzen?

Nicht bei jedem chronischen Schmerz lassen sich körperliche Ursachen finden, etwa bei psychosomatischen Schmerzstörungen

Schmerzpatient*innen haben oft schon viele Jahre lang Schmerzen, etwa im Rücken, in den Knien, im Nacken, im Kopf. Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen unserem Körper und unserem Gehirn (unserer Psyche). Dabei können Stress, traumatische Erlebnisse, Hilflosigkeit und Ängste Schmerzen begünstigen oder das Schmerzerleben verstärken.

Chronischer Stress kann z.B. zu muskulären Verspannungen im Nacken oder Rücken führen, die dann wiederum Schmerzen bereiten. Es liegt somit keine akute Verletzung vor, sondern eine psychische Belastung, die zu Verspannungen und einem erhöhten Muskeltonus im Körper führt. Die Emotionen und die Psyche führen dann zu physischen Veränderungen und damit zu Schmerzen im Körper. Der Schmerz ist dann körperlich und psychisch bedingt. Typische Körperstellen sind der Unterbauch und der Unterleib (etwa bei Menstruationsschmerzen), der Brustbereich, die Gelenke, der Kopf (Migräne), der Nacken, der Rücken und die Zähne.

Bei somatoformen Schmerzen hingegen bedingt alleine die Psyche den Schmerz, er ist körperlich gar nicht zuzuordnen.


Psychologische Schmerztherapie und Psychotherapie

Im Rahmen einer Psychotherapie und psychologischen Begleitung können Sie lernen, besser, kompetenter und selbstfürsorglicher mit Ihren Schmerzen umzugehen.

Ich arbeite in der psychotherapeutischen/psychologischen Schmerzbegleitung und Therapie mit

  • Ansätzen aus der Existenzanalyse,
  • der Verhaltenstherapie,
  • der Hypnose,
  • der Hypnotherapie sowie mit
  • Meditationen und Entspannungsverfahren.

Kurzfilm: "Chronischer Schmerz"

Ich biete Hypnose an

Schmerzhypnose (auch hypnotische Analgesie) ist eine wissenschaftlich belegte Methode zur Linderung oder Beeinflussung der Schmerzwahrnehmung mithilfe von Hypnose. Sie wird als ergänzende, nicht-pharmakologische Intervention bei verschiedenen akuten und chronischen Schmerzzuständen eingesetzt. 


Wie funktioniert Schmerzhypnose?

Schmerz wird nicht ausschließlich am Ort der Verletzung wahrgenommen, sondern entsteht erst durch die Interpretation von Signalen im Gehirn. Hypnose wirkt, indem sie die Art und Weise beeinflusst, wie das Gehirn diese Schmerzsignale verarbeitet. Studien mittels funktioneller Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigen, dass Hypnose die Aktivität in Hirnarealen, die mit der Schmerzwahrnehmung und emotionalen Reaktion auf Schmerz verbunden sind, reduzieren kann. 

 

Zu den Wirkmechanismen gehören:

  • Veränderte Wahrnehmung: Die Hypnose kann die Intensität des Schmerzes verringern oder es dem Patienten ermöglichen, sich vom Schmerz zu distanzieren, etwa durch die Vorstellung eines angenehmen Ortes oder von Taubheit.
  • Reduktion von Stress und Angst: Chronische Schmerzen gehen oft mit Stress und Angst einher, was den Schmerz weiter verstärken kann. Hypnose hilft, einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen und diesen Teufelskreis zu durchbrechen.
  • Kognitive Umstrukturierung: Sie ermöglicht es Patienten, negative Gedankenmuster und Überzeugungen bezüglich ihrer Schmerzen zu ändern und positive Bewältigungsstrategien zu entwickeln. 

 

Anwendungsbereiche

Nach medizinischer Abklärung der Schmerzursache kann Schmerzhypnose bei einer Vielzahl von Zuständen angewendet werden: 

  • Chronische Schmerzen: Dazu gehören Fibromyalgie, Migräne, Reizdarmsyndrom und Rückenschmerzen.
  • Akute Schmerzen: Einsatz bei zahnärztlichen Behandlungen oder in der Geburtsvorbereitung.
  • Perioperative Schmerzen: Zur Schmerzkontrolle vor, während und nach chirurgischen Eingriffen.
  • Krebsbedingte Schmerzen


Wirksamkeit

Die Wirksamkeit von Hypnose zur Schmerzlinderung ist durch zahlreiche Studien und Meta-Analysen belegt, wobei die besten Ergebnisse oft bei Personen mit hoher hypnotischer Suggestibilität erzielt werden. 

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Gemeinsame Kinder mit Narzissten: So schützt du dein Kind nach der Trennung
von Florian Friedrich 18. Juni 2026
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Ein roter, frischer Apfel liegt in zwei Händen. Der Hintergrund ist unscharf.
von Florian Friedrich 17. Juni 2026
Adipositas lässt sich mit hypnosystemischen Ansätzen und Hypnose selbstfürsorglich und selbstwirksam regulieren.
Ein Arzt spircht mit einem HIV-positiven Mann.
von Florian Friedrich 11. Juni 2026
Erfahren Sie, warum HIV-positive Männer oft länger leben als Männer ohne HIV-Infektion.