Ist Homosexualität / Bisexualität heilbar? Beratung und Hilfe

Florian Friedrich • 24. November 2025

Homosexualität / Bisexualität ist keine Krankheit

Die obige Frage ist bewusst provokant formuliert, weil sie noch immer in den Köpfen zahlreicher Menschen existiert. Die Antwort ist „Nein“. Homosexualität / Bisexualität ist nicht heilbar, da Homosexualität eine gesunde Spielart der menschlichen Sexualität ist.


Ich biete psychologische Hilfe, Beratung und Psychotherapie an, wenn Sie Opfer von Konversionstherapien geworden sind.

Ist Homosexualität / Bisexualität heilbar?

Homosexualität und Bisexualität sind Spielarten der sexuellen Vielfalt und der menschlichen Sexualität. Sie sind genauso gesund wie Heterosexualität. Bereits in der frühen Kindheit (nämlich im dritten bis vierten Lebensjahr) steht fest, welche sexuelle Orientierung ein Mensch hat – ober er schwul, lesbisch, bisexuell, pansexuell, heterosexuell oder irgendwo dazwischen ist. Niemand kann sich bewusst aussuchen und entscheiden, worauf er/sie sexuell steht, in wen er/sie sich verliebt, zu wem er/sie sich romantisch hingezogen fühlt und welche sexuelle Orientierung er/sie hat.


Eine lange Zeit der Pathologisierung

Homosexualität und Bisexualität wurden auch in der Psychologie und Psychiatrie bis in die 1990er Jahre als psychische Störung betrachtet, weil homosexuelle Menschen eine Minderheit darstellen und lange Zeit nicht in das Konzept von „Normalität“ passten.
Wir finden unter homosexuellen und bisexuellen Menschen das gesamte Spektrum von psychischer Gesundheit bis hin zu schweren psychischen Erkrankungen wie auch bei heterosexuellen Menschen. Allerdings laufen schwule Männer*, lesbische Frauen* und bisexuelle Menschen Gefahr, psychische Erkrankungen zu entwickeln, wenn sie von ihrem sozialen Umfeld abgelehnt, verfolgt, gemobbt und diskriminiert werden. Die sich daraus entwickelnden Krankheiten sind dann Folge der psychischen Gewalt des sozialen Umfelds. Es erscheint zynisch, homosexuelle und bisexuelle Menschen zu stigmatisieren und psychisch fertig zu machen und ihnen dann vorzuwerfen, dass ihre sexuelle Orientierung die Ursache von psychischen Erkrankungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen, Ängsten und Suizidalität sei.

Film: "Wie heilt man Homosexualität? Lutz van der Horst bei der Partei bibeltreuer Christen | heute-show"

Die sexuelle Orientierung entwickelt sich in einem komplexen Prozess

Die sexuelle Orientierung ist nicht alleine in den Genen festgeschrieben, wenn auch es genetische Ursachen dafür gibt, sondern individuelle genetische Disposition, die Umwelt und die Sozialisation greifen komplex ineinander, wenn sich die sexuelle Orientierung eines Menschen in den ersten Lebensjahren entwickelt. Man kann Menschen jedoch nicht bewusst zu einer sexuellen Orientierung erziehen.


Konversionstherapie: Der Versuch, Homosexuelle/Bisexuelle zu heilen

Es gibt allerdings noch immer religiöse Organisationen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen und Psychiater*innen der alten Schule, die versprechen, man könne homo- und bisexuelle Menschen zur Heterosexualität konvertieren. In Österreich ist das heute verboten, war aber in den letzten 100 Jahren durchaus Usus.

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
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