Burnout und völlige Erschöpfung - wenn Menschen ausbrennen

Florian Friedrich • 23. November 2025

Psychotherapie bei Burnout und völliger Erschöpfung in Salzburg/Hamburg/Wien

Ich biete Psychotherapie, psychologische Beratung, Coaching und Supervision bei Burnout und Zuständen der Erschöpfung.

Burnout und völlige Erschöpfung

Dr. Gunther Schmidt über Burnout-Kompetenz

Was ist Burnout?

Bei Burnout handelt es sich um einen Zustand chronischer Erschöpfung, der sich mitunter in Depressionen, Schlaflosigkeit und vegetativen Symptomen zeigt.

Burnout gilt, als gut zu behandeln. Es tritt meist während lang andauernder Phasen chronischer Überlastung auf, d.h. wenn Menschen lange nicht mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse gehört haben und über diese hinweg gegangen sind, bis dass sie völlig ausbrennen. Die Überlastung kann, muss aber nicht im Arbeitsleben stattfinden. So kann auch ein Scheidungskrieg oder eine schwierige Partnerschaft zu Burnout führen.

In der Behandlung von Burnout lernen Sie nicht nur, Ihre eigenen Bedürfnisse mehr zu beachten und sich nach diesen zu richten, sondern auch Erschöpfungszustände früher zu erkennen, um erst gar nicht mehr in den Zustand des Burnouts zu gelangen. Zudem helfe ich Ihnen mit Methoden der Logotherapie und Existenzanalyse, aber auch der Verhaltenstherapie und der Tiefenpsychologie, Ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden, aus der Depression herauszukommen und wieder Freude und Sinn in Ihrem Leben zu entdecken.

Die Voraussetzung für eine Behandlung des Burnouts ist Ihre eigene Bereitschaft, in Ihrem Leben etwas zu verändern, also unter Umständen auch einen Arbeitsplatz aufzugeben, der Sie körperlich und psychisch krank macht.


Die Symptome von Burnout

  • Depressionen
  • Ängste
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung
  • Schlafstörungen
  • Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Sinnleere
  • Chronische Gereiztheit und Impulsivität
  • Vegetative Beschwerden (deutlich schlechteres Immunsystem, häufigere Infektionen, Reizdarm, Schlafstörungen, Alpträume, sexuelle Probleme, Verdauungsschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel u.v.m.)
  • Verbitterung, Menschenverachtung und Zynismus
  • Stimmungslabilität
  • Unfähigkeit, sich zu erholen
  • Minderwertigkeitsgefühle
  • Antriebslosigkeit
  • Anfälligkeit für Substanzmissbrauch und Sucht

Film: "Burnout Syndrom - Welt der Wunder"

Ein Burnout entwickelt sich schleichend und über einen längeren Zeitraum. Es gibt viele Frühwarnzeichen, die es ernst zu nehmen gilt. 

Menschen, die an einem Burnout leiden, sind beruflich und privat stark eingeschränkt. Auch das Sozialleben ist schwer beeinträchtigt: Aufgrund der psychischen und psychosomatischen Symptome kommt es gehäuft zu Konflikten mit Arbeitgeber*innen, Kolleg*innen, den Lebenspartner*innen und den eigenen Kindern. Die von Burnout Betroffenen fühlen sich dabei unfrei und oft wie ferngesteuert, es kommt zu einem Tunnelblick mit dem Gefühl der Ausweglosigkeit. 

Besonders gefährdet sind jene Menschen, die sich von schlechten Arbeitsbedingungen nicht gut abgrenzen können und/oder die Haltung entwickelt haben, dass ohne sie in der Arbeit nichts laufe. So kommt es zu Beginn der beruflichen Tätigkeit zu Überengagement ohne Rücksicht auf die Work-Life-Balance. Persönliche, psychodynamische Eigenschaften und Arbeitsbedingungen greifen bei der Entwicklung eines Burnouts komplex ineinander.



Unterschied zwischen Burnout und Depression

Manche Symptome eines Burnouts können denen einer Depression ähnlich sein, etwa starke Erschöpfung, Niedergeschlagenheit oder die Unfähigkeit, noch etwas zu leisten und Sinn in einer Tätigkeit zu empfinden. 

Jedoch geht es einem Menschen, der unter Burnout leidet, besser, wenn er die Ursachen des Burnouts vermeidet (z.B. Leistungsdruck im Beruf). Das Burnout ist in der Regel an bestimmte Bereiche des Lebens, wie die berufliche Tätigkeit gebunden. Eine Depression hingegen bezieht sich auch auf alle anderen Lebensbereiche. Es ist somit viel schwerer, Entlastung zu finden, wenn man von einer Depression betroffen ist. 

Es wäre ein Fehler, Burnout wie eine Depression zu behandeln. Menschen mit Depressionen sollten etwa die Arbeit nicht meiden und benötigen viel Tagesstruktur, um aus der Depression herauszufinden. Zudem brauchen Menschen mit Depressionen oft auch Antidepressiva in Kombination mit einer hochfrequenten, länger dauernden Psychotherapie. 

Klassische Symptome einer schweren Depression sind das Verlieren jeder Hoffnung und Suizidgedanken. Diese Beschwerden gelten nicht als typisch für ein Burnout. Somit steckt nicht hinter jedem Burnout eine Depression, aber ein unbehandeltes Burnout kann zu einer Depression führen.

Verschwörungstheorien: Rufschädigung von Michaela Huber?
von Florian Friedrich 14. August 2026
Was sind Rituelle Gewalt und Satanic Ritual Abuse (SRA)? Rituelle Gewalt und SRA gibt es nicht, sie sind ein Märchen, eine Urbane Legende. Das Konstrukt ist eine Verschwörungstheorie, die unter Psychotherapeut*innen weit verbreitet ist und nicht hinterfragt wird. Die bekannte Traumatherapeutin Michaela Huber gilt als eine der Hauptvertreterinnen dieser Theorie. Das Narrativ behauptet, dass geheime Organisationen, wie etwa Satanssekten, im Untergrund Kinder missbrauchen, foltern, abrichten und mittels Mind Control fernsteuern. Rituelle Gewalt werde von der Politik, von der Justiz, von der Polizei und den Reichen und Mächtigen verschleiert. Gerade der nicht empirische Nachweis der Rituellen Gewalt sei ein Beweis für deren Existenz. Auch Behandlungsfehler durch Traumatherapeut*innen und das Suggerieren falscher Erinnerungen sind kein Beweis für die Existenz Ritueller Gewalt. Wer sich kritisch dagegen äußert, der wird massiv angefeindet und ihm wird rasch unterstellt, dass er selbst ein Teil dieser großen Verschwörung sei oder zumindest generell Gewalt an Kindern rechtfertige, ganz nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich und auch gegen alle Opfer von Gewalt." Viele meiner Kolleg*innen wissen gar nicht, dass es sich bei dieser dümmlichen Theorie lediglich um ein Verschwörungsnarrativ handelt. Eine Klarstellung oder: Wer hat hier ihren eigenen einst guten Ruf geschädigt? Die bekannte Psychotherapeutin Michaela Huber verbreitet Verschwörungsgeschichten zu Satanismus, Satanic Panic und Ritueller Gewalt. Diese konnten bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Somit handelt es sich bei Ritueller Gewalt um eine Urbane Legende bzw. um ein Verschwörungsnarrativ, welches ein False-Memory-Syndrom suggerieren kann. Nachdem mir eine Kollegin auf einer Social-Media-Plattform unterstellt hat, ich würde bei der "renomierten" Kollegin Michaela Huber Rufschädigung und Diskreditierung begehen, dass diese mittlerweile entlastet worden sei (falsch!), dass ich ihren therapeutischen Ansatz abwerte (richtig, da fühle ich mich verstanden, wobei eine Verschwörungstheorie in meiner Welt kein psychotherapeutischer Ansatz ist) und dass mein Beitrag „vollkommen überflüssig sei“, habe ich ihr folgendes geantwortet: Michaela Huber gilt heute als sehr umstritten und wird sogar auf Wikipedia heftigst als Verschwörungstheoretikerin kritisiert. In Österreich würde ich Michaela Huber sofort bei der Ethikkommission melden, und eventuell würde ihr sogar die Zulassung als Psychotherapeutin entzogen werden, wenn sie sich nicht von ihren Verschwörungsgeschichten zur rituellen Gewalt distanziert. In Deutschland ist das leider etwas schwieriger. Michaela Huber wurde keinesfalls entlastet und konnte ihre Theorien bis heute nie beweisen. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein oder die Bereitschaft, in einen wissenschaftlichen Dialog und Diskurs zu treten, verbreitet sie nach wie vor ihre esoterische Ideologie. So dürfen sich Psychotherapie-Schulen oder traumatherapeutische Ansätze, die einen seriösen Anspruch nach dem State-of-the-Art haben, nicht verhalten, so verhalten sich allerdings Sekten (was paradox ist, denn Huber postuliert ja, Satanssekten aufzudecken). Hier werden Huber und ihre Jünger*innen dem ganz ähnlich, was sie zu bekämpfen suchen.
Rituelle Gewalt, Trauma und Psychotherapie: Eine hypnosystemische Perspektive auf Erinnerung, Dissoz
von Florian Friedrich 14. August 2026
Rituelle Gewalt, Trauma und Psychotherapie: Eine hypnosystemische Perspektive auf Erinnerung, Dissoziation, Suggestion und therapeutische Verantwortung.
Rituelle Sexuelle Gewalt ist eine Legende
von Florian Friedrich 14. August 2026
Das Verschwörungsnarrativ von Michaela Huber Insgesamt gibt es mindestens 20 Definitionen von Ritueller Gewalt (RG). Dieser Artikel bezieht sich auf die Verschwörungstheorie der berühmten Traumatherapeutin Michaela Huber, ein Narrativ, das leider in der Therapieszene noch immer als selbstverständlich hingenommen und zu wenig hinterfragt wird. Lesen Sie in diesem Beitrag, warum Rituelle Sexuelle Gewalt (nach Michaela Huber) und Satanic Ritual Abuse (SRA) Legenden und klassische Verschwörungstheorien sind.
Falsche Erinnerungen - False Memory
von Florian Friedrich 9. August 2026
Was sind falsche Erinnerungen? Falsche Erinnerungen werden auch als "False Memory" bezeichnet. Viele Therapeut*innen haben ihren Patient*innen bereits sexuellen Missbrauch aufgeschwätzt und damit ganze Familien zerstört. Im Rahmen einer Traumatherapie kann es rasch passieren, dass Traumasymptome vorschnell und falsch interpretiert werden und Menschen dann durch ihre Psychotherapeut*innen falsche Erinnerungen eingesät werden. Traumatisierte Betroffene werden manchmal von ihren Psychotherapeut*innen dazu gebracht, daran zu glauben, sie seien als Kinder sexuell oder sogar rituell missbraucht worden. Wenn das nicht der Fall ist, kann das für die Patient*innen und deren Angehörige äußerst schädlich sein und wiederum traumatisieren. Die Patient*innen erleben dann erneut innerliche Starre, Totstellreflexe, totale Ohnmacht und Hilflosigkeit.