Transgender - Wenn der/die Partner*in trans*ident ist

Florian Friedrich • 12. August 2025

Wenn die Ehefrau zum Ehemann wird

Wenn die/der Partner*in sich als trans* (transgender, transident, transsexuell, genderfluid, agender, non binary, divers) outet, kann dies beim/bei der cis-Partner*in (das ist der/die Partner*in, die/der geschlechtseuphorisch ist) zu starken Irritationen bis hin zu existentiellen Ängsten führen. Immerhin besteht nun fortan Ungewissheit, ob der/die cis-Partner*in einen Menschen lieben und erotisch finden kann, der seine soziale Geschlechterrolle wechselt und u.U. sogar hormonelle und chirurgische Maßnahmen anstrebt, um sich auch äußerlich immer mehr dem Gegengeschlecht anzugleichen.


Es kann eine große Belastung für eine Familie oder Partnerschaft darstellen, wenn der/die Partner*in trans*ident ist. Ich biete Paarberatung und Paartherapie für Paare an, in denen ein*e Partner*in trans* ist.

Wenn die Ehefrau zum Ehemann wird - transgender

Es braucht viel Zeit, um Verletzungen zu verarbeiten

Hier ist es tatsächlich notwendig, der/dem cis-Partner*in zu vermitteln, dass es gut wäre, sich selbst etwas Zeit zu geben und nicht gleich eine gute und tragfähige Partnerschaft zu beenden. Die Ungewissheit sollte etwas ausgehalten werden, damit nicht eine vorschnelle Entscheidung getroffen wird, die sich im Nachhinein als unstimmig erweist und bereut wird.
Auch mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich cis-PartnerInnen mit ihren trans*Partner*innen stark weiterentwickeln und oft sogar die Liebe, die Erotik und das sexuelle Begehren mitwachsen. Wie gesagt: Dafür gibt es zwar keinerlei Garantie, aber wichtig ist es, sich selbst Zeit und Raum zu geben und auch geduldig mit sich selbst zu sein.
Übrigens: Mit dem Wechsel der Geschlechterrolle verändert sich nicht die sexuelle Orientierung bzw. das sexuelle Begehren.

Ein heterosexueller Mann, der auf Frauen steht und selbst eine Frau sein möchte, steht auch nach dem Wechsel seiner sozialen Geschlechterrolle weiterhin auf Frauen. Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung sind nämlich zwei verschiedene Dimensionen, die nichts miteinander zu tun haben.

Reportage von WDR: "Transident in der Ehe: Christel und Christines tiefe Liebe"

Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich 20. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird.  Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
A minimalist, conceptual art style photo. A clean white desk with an open vintage book.
von Florian Friedrich 20. September 2026
Wie verlässlich ist unser Gedächtnis wirklich? Erfahren Sie, wie False Memories entstehen und welche Verantwortung die Traumatherapie trägt.
A minimalist cinematic photography of a person from behind, looking out of a large window,
von Florian Friedrich 18. September 2026
Wer unter Dauerstress oder Angst leidet, identifiziert sich oft völlig mit dem eigenen Schmerz. Erfahre, wie du deine psychischen Zustände gezielt verändern kannst.
Körperbasiert reguliert - Podcast
von Florian Friedrich 17. September 2026
Willkommen zu deinem 52-wöchigen Jahres-Curriculum für somatische Selbstregulation.