Atmung und Stimme - Psychologische Hilfe und Workshops

Florian Friedrich • 8. November 2025

Einzeltherapie und Workshops zu Atemmeditationen und zur Arbeit mit der Stimme

Atem- und Stimmtherapie sind wesentliche Bausteine und Methoden einer integrativen, modernen Psychotherapie.

Durch die Atmung und Stimme lernen wir unseren Körper nämlich besser kennen und bilden ein anderes Körperbewusstsein aus. In der Stimmtherapie geht es sowohl um emotionale als auch um kognitive Prozesse.

ein Mikrophon als Metapher für die Stimme

Ich setze ergänzend zur Psychotherapie unterschiedliche Atem-, Stimm- und Entspannungsverfahren ein, um psychische Leiden und Erkrankungen zu behandeln.

Stimmtherapie hat übrigens nichts mit Logopädie zu tun, die sich vornehmlich mit körperlichen Störungen des Sprech- und Stimmapparats befasst.

Wenn Sie eine Kombination aus Logopädie und Psychotherapie brauchen, dann kann ich Ihnen meine Kollegin Ines Fink empfehlen, die Psychotherapeutin und Logopädin ist:


Ich bin ausgebildeter Sänger im Fach klassischer Gesang und Oper und nehme fortlaufenden Gesangsunterricht und stimmliche Supervision bei meiner Gesangslehrerin Erin McMahon im Salzburg Vocal Studio.

Ich biete psychologische Hilfe, Atemtherapie und Stimmtherapie in Salzburg / Hamburg an, sowohl im Einzelsetting (Einzeltherapie) als auch in Gruppen. Gerne arbeite ich auch online oder komme in Ihre Institution.

Film: "Was unsere Stimme über uns verrät"

Gute Atmung fördert unsere Gesundheit

Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit als Psychotherapeut und Sänger ist die Methode der Tiefenatmung und bewussten Atmung. Atmung gibt uns Raum und Halt und ist eine wesentliche Voraussetzung, um sich gut zu erden, innezuhalten und zur Ruhe zu kommen. Beim Einatmen werden wir aktiviert, beim langsamen Ausatmen entspannen wir uns.

Atmen wir zu schnell, zu flach und zu viel Luft ein, so wird unser Körper gestresst, im schlimmsten Fall können wir bei zu flacher Atmung auch eine Panikattacke bekommen. Atmen wir ruhig, tief, langsam und entspannt, so kommen wir in einen Zustand der Ruhe und Entspannung. Durch langsames Ausatmen und ruhige Atmung verlangsamen sich unsere vegetativen Prozesse und unser Herzschlag.

Durch eine bewusste und tiefe Atmung können wir uns besser konzentrieren und fokussieren. Verspannungen in der Muskulatur lassen sich leichter lösen und wir stärken unser allgemeines biopsychosoziales Wohlbefinden. Unsere Organe werden besser durchblutet, Stress wird abgebaut und unser vegetatives Nervensystem beruhigt sich. Somit ist eine tiefe Atmung auch eine gute gesundheitliche Prävention und Selbstfürsorge.

Filmtipp: "5-Finger-Atmung: 2 Minuten Atemübung zur Entspannung und gegen Stress"

Unsere Psyche klingt durch unsere Stimme

Beim Ausatmen trifft unsere Atemluft auf Widerstand (die Stimmlippen im Kehlkopf) und erzeugt so Schwingungen, den einzigartigen Ton unserer Stimme. Dabei hat jede Stimme einen Grundton, aber auch viele Obertöne, welche wir als Klangfarbe wahrnehmen. Eine gute aufrechte Körperhaltung, eine tiefe Atmung und eine gesunde Muskelspannung sind wesentliche Voraussetzungen für eine klingende und klangvolle Stimme. 


Auch die Arbeit mit der eigenen Stimme ist eine schöne Möglichkeit, sich selbst und den eigenen Leib besser kennenzulernen. Stimme und Atmen sind wesentliche Wege, um Achtsamkeit und Akzeptanz zu entwickeln.

Über unsere Stimme teilen wir viele Emotionen mit und drücken uns aus.

So können uns Stimmen ermutigen und aufbauen, aber auch bedrückt werden lassen. Durch die Stimme lassen sich Menschen manipulieren. Psychotherapeut*innen nutzen in der Hypnotherapie bewusst die suggestive Kraft der Stimme, um ihren Patient*innen zu helfen. 

Dabei sind über 100 Muskeln an der Erzeugung unserer individuellen und einzigartigen Stimme, deren Prosodie und Timbre beteiligt. So überrascht es auch nicht, dass sich unser psychisches und somatisches Wohlbefinden oder Unglück stark im Klang unserer Stimme verkörpert. 


Einerseits lassen sich Emotionen über die Stimme dadurch verstärken, indem ich als Psychotherapeut mit meinen Patient*innen übe, den Gefühlen einen stimmlichen Ausdruck zu geben. Anderseits lassen sich schwierige Emotionen, Übererregung, Emotionsüberflutungen dadurch abmildern, indem ein*e Patient*in über ein Ärger auslösendes Thema mit ruhiger, tiefer, entspannter, weicher Stimme und Prosodie spricht.


Singen und eine gesunde Tiefenatmung führen zur Ausschüttung von Glückshormonen und dem Bindungshormon Oxytocin. Auch hier wird deutlich, wie eng die Seele und die Stimme miteinander verbunden sind. Die Stimme steht jedenfalls in einem systemischen und komplexen dynamischen Verhältnis zur Körperhaltung, zur Mimik, zum leiblichen Wohlbefinden, zur Persönlichkeit des/der Sprechenden, aber auch zu den Sprechinhalten und zur jeweiligen Situation. 


Was sind psychogene Stimmstörungen?

Bei psychogenen Stimmstörungen können keine organischen und körperlichen Ursachen für die Stimmprobleme gefunden werden. Bei chronischer Anspannung im Körper, bei dauerhaftem Stress und bei flacher und gepresster Atmung kann unsere Stimme rasch Schaden nehmen. Psychogene Stimmstörungen treten in der Regel auf, wenn Menschen ihre Stimme gar nicht übermäßig beanspruchen.


Typische Stimmstörungen sind:

  • eine ständig raue oder heisere Stimme
  • Stimmlosigkeit oder völliger Stimmverlust
  • eine belegte oder gepresste Stimme



Was können die Ursachen psychogener Stimmstörungen sein?

Die Ursachen sind komplex und vielfältig. Darunter fallen

  • schwere Traumatisierungen in den ersten Lebensjahren
  • unverarbeitete Schockerlebnisse
  • Gewalterfahrungen
  • eine Posttraumatische Belastungsstörung
  • unterdrückte Emotionen, wie etwa Wut oder Trauer
  • Depressionen
  • chronische Angstzustände
  • chronische Überlastung, Erschöpfung und Stress
  • schwierige Lebensumstände und Lebenssituationen

Film: "Unsere Stimme Ein Phänomen und seine Erforschung Doku über die Stimme"

Meine Hilfe als Psychotherapeut und Sänger

Ich biete Atemmeditationen und psychologische Entspannungsverfahren an, die mit dem Ausdruck der Stimme arbeiten. Das bewusste Einsetzen der eigenen Stimme hilft uns, besser mit uns selbst umzugehen, Achtsamkeit und Entspannung zu entwickeln und in sozialen, privaten und beruflichen Situationen anders aufzutreten.

Eine psychologische Atem- und Stimmtherapie kann Ihnen helfen, wenn Sie Atem- oder Sprachprobleme haben, die psychogene oder psychosomatische Ursachen haben. Aber auch bei Ängsten, Angststörungen und Panikattacken sind eine Sprach- und Stimmtherapie sehr hilfreich und wohltuend.


Die psychologische Stimmtherapie befasst sich vornehmlich mit den psychogenen und seelischen Ursachen von Stimmstörungen. Seelische Ursachen können zu schweren Stimmstörungen führen, die den Anschein haben, als sei die Stimme organisch krank. In der psychologischen Stimmtherapie geht es darum, ein gutes Gesprür für die eigene Stimme und deren Prosodie zu entwickeln. 


Typische Atemübungen, die der Stimme guttun, und die ich gerne einsetze sind

  • die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
  • Atemmeditationen
  • Achtsamkeitsübungen
  • Meditationen
  • Traumreisen

Film: "Die 4-7-11 Atemtechnik hilft gegen Stress und bei Schlafproblemen"

Ich singe noch immer gerne: "Franz Lehár: Auftrittslied von Danilo"

In der Rolle des phallisch-narzisstischen Dandys Danilo aus der Operette DIE LUSTIGE WITWE von Franz Lehar. Danilo prahlt damit, wie wenig er in seiner Arbeit leistet und wie gern er ins Bordell geht.

Als Schauspieler und Sänger spiele ich gerne narzisstische Männer.

Weiße Rosen in einem Rosengarten vor schneebedeckten Bergen – poetisches Bild für Selbstreflexion
von Florian Friedrich 11. September 2026
Podcast über Psychotherapie und Hypnosystemik: Selbstwert, innere Muster, Glaubenssätze und die Frage, wie wir anders mit uns selbst umgehen können.
Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich 9. September 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
von Florian Friedrich 9. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen Rituelle Gewalt und Mind Control – Was wissen wir eigentlich? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Die Macht der Erinnerung Du bist nicht dein Zustand Wenn der Therapeut die Geschichte mitliefert Michaela Huber – Koryphäe, Einfluss und fachliche Kritik Valeria Petkova – Wenn Mind Control zur Erklärung wird Wenn Therapie zur Weltanschauung wird 9. Wenn Therapeut aussteigen – Schuld, Loyalität und der Weg zurück Wenn du als Klient aussteigen willst Wem gehört die Geschichte eines Menschen? Portugal, Netzwerke und die Internationalisierung einer therapeutischen Schule Von SPIEGEL bis zum goldenen Aluhut – Wenn Wissenschaft, Therapie und Medien aufeinanderprallen Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
Cinematic conceptual illustration of a human silhouette standing in a dark, atmospheric room
von Florian Friedrich 8. September 2026
Rituelle Gewalt, Mind Control und falsche Erinnerungen: Eine psychotherapeutische und wissenschaftliche Einordnung von Trauma, Suggestion, Hypnose und Gedächtnis.