Krebs - Psychoonkologie und Psychotherapie Salzburg / Hamburg

Florian Friedrich • 5. September 2025

Was ist Psychoonkologie?

Die Psychoonkologie ist eine relativ junge Disziplin der Psychotherapie und Psychologie und findet ihre Ursprünge in den 1970er Jahren. Sie arbeitet integrativ-interdisziplinär und versucht, Patient*innen und deren Angehörige im Umgang mit den biopsychosozialen Schwierigkeiten einer Krebserkrankung zu unterstützen.

Je früher Menschen psychoonkologisch gut behandelt und versorgt werden, desto weniger schwerfallen ihre psychologischen und sozialen Folgeschäden aus. Im nationalen Krebsplan ist eine bedarfsgerechte psychoonkologische Behandlung ein wichtiger Baustein der Behandlung von krebserkrankten Menschen.


Ich biete psychologische Hilfe bei Krebserkrankungen, Psychotherapie und Familienberatung an.

I provide psychological help for patients suffering from cancer, psychotherapy and family counseling.

Krebs - Psychoonkologie und Psychotherapie Salzburg/Hamburg

Krebs - eine der häufigsten Erkrankungen

Krebs ist eine der häufigsten körperlichen Erkrankungen. Obwohl Krebserkrankungen noch immer mit einem hohen Risiko zu sterben und invasiven medizinischen Behandlungsmethoden assoziiert werden, gibt es immer bessere Behandlungsmöglichkeiten und auch immer mehr Menschen, die mit ihrer Krebserkrankung ein langes Leben haben. Die Überlebenden leiden jedoch häufig unter Symptomen, welche denen einer posttraumatischen Belastungsstörung oder Traumafolgestörungen ähneln.

Zudem gibt es auch körperliche Folgeschäden, da viele medizinische Therapien und Behandlungen die körperliche Funktionsfähigkeit stark beeinträchtigen. Somit kann sich die Lebensqualität massiv verschlechtern und es kann zu negativen psychosozialen Folgen kommen.



Beschwerden bei Patient*innen mit Krebs

Folgende Beschwerden finden sich unter Krebs-Patient*innen häufig:

  • Ängste und Panikattacken
  • Grübelneigung
  • Depressionen
  • Schmerzen
  • Einschränkungen der körperlichen Funktion
  • Erschöpfung und Fatigue
  • Alpträume
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Chronischer Stress (Distress)
  • Sexuelle Funktionsstörungen, sexuelle Unlust, Probleme in der Sexualität und Partnerschaft


32 Prozent aller an Krebs Erkrankten weisen im Laufe der Behandlung psychische Symptome bzw. eine psychische Störung auf.

Darüber hinaus ist oft auch das soziale Umfeld der Betroffenen schwer psychisch belastet. Lebenspartner*innen, die Familie, die Kinder, Freund*innen und Bekannte sind von den Einschnitten indirekt betroffen.

Filmtipp: "Brustkrebs mit 30: So verändert sich das Leben"

Brustkrebs ist auch unter jungen Frauen sehr häufig verbreitet.

Die Aufgaben der psychoonkologischen Versorgung:

  1. Die Psychoonkologie versucht, nach der Diagnose zu klären und zu ordnen.
  2. Sie liefert Informationen über die Krebserkrankung sowie über die Möglichkeiten der Behandlung.
  3. Sie versucht die psychischen Symptome (etwa Angst, Fatigue, Erschöpfung, Depressionen, Schlafstörungen) zu lindern.
  4. Sie aktiviert Selbstheilungskräfte, innere Stärken und verschüttete Ressourcen.
  5. Sie unterstützt die Angehörigen, die Familien und das soziale Umfeld.
  6. Sie stärkt die Gefühle von Kontrolle und Selbstwirksamkeit.
  7. Sie fungiert als Schnittstelle der Kommunikation zwischen Patient*innen, Familien und den Behandler*innen.
  8. Sie begleitet durch die Hilflosigkeit, durch die Krisen und unterstützt bei der Suche nach Sinn. Sie schafft dabei Räume, um über Tabus wie Verluste, das Sterben und den Tod zu sprechen.

Film: "Leukämie: Menschen im Kampf gegen den Krebs"

Krebserkrankungen können starke Todesängste auslösen und konfrontieren uns mit der Endlichkeit unseres Lebens.

Ambulante und stationäre Psychoonkologie

Psychoonkologie kann sowohl stationär als auch ambulant bei niedergelassenen Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen stattfinden. Dabei ist es oft schwierig, als Krebserkrankte*r psychoonkologische Unterstützung zu finden, weil die Versorgungsdichte mitunter sehr gering ist. Zudem haben auch Psychotherapeut*innen eigene Ängste im Umgang mit den Themen schwere Krankheit, Sterben und Tod und vermeiden dann die Arbeit mit der Zielgruppe.


Die psychoonkologische Versorgung in Akutkrankenhäusern arbeitet tendenziell auf der Ebene der Krisenintervention.  Es geht dabei um die Prävention von psychischen Erkrankungen, welche durch eine Krebserkrankung ausgelöst werden können. Auch Belastungen wie Ängste oder Depressivität sollten hier gemindert werden. Psychoonkologische Beratungen (Psychoedukation) und das Vermitteln von Skills, wie etwa Entspannungsverfahren und gute Atemtechniken, sind wichtige Elemente der Akutversorgung. Im Akutkrankenhaus sollten der Umgang mit den Krankheitsfolgen und den Behandlungsfolgen etwas gelernt werden und die Patient*innen bei der Bewältigung unterstützt werden. Auch sollten die Betroffenen informiert und motiviert werden, sich nach der akuten Behandlung psychoonkologische Hilfe im ambulanten Betreuungssetting zu suchen. Machen Patient*innen im Akutbereich positive Erfahrungen mit Unterstützung, Krisenintervention und Psychoonkologie, so ist die Hürde geringer, ambulante Behandlungsangebote in Anspruch zu nehmen.


In der ambulanten psychoonkologischen Psychotherapie unterscheidet sich die Arbeit nicht wesentlich von der Arbeit mit anderen Psychotherapiepatient*innen. Es geht um Begleitung, das Aushalten und Annehmen von schwierigen Emotionen wie Ohnmacht, Hilflosigkeit und Todesangst. Es geht um das Finden eines inneren Halts, um das schwerwiegende und einschneidende Erlebnis im Leben annehmen zu lernen. Ressourcenaktivierung, Resilienzförderung, Hypnose, Hypnotherapeutische Interventionen, Imaginationen, um innere Sicherheit herzustellen und das Lernen von Selbstfürsorge helfen auf diesem Weg. 


Zum Anhören: Hypnose bei Krebs (von Bernhard Trenkle)

Der berühmte Hypnotherapeut Bernhard Trenkle leitet eine Hypnose an, die schon vielen Menschen geholfen hat. Bei einigen Zuhörer*innen hat sich der Krebs sogar zurückentwickelt oder ist verschwunden.



Hypnose bei Krebs

Hypnose und Selbsthypnose können Ihnen helfen, besser mit Ihrer Angst, Verzweiflung und psychischen bzw. körperlichen Belastungen, wie etwa Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Chemotherapie und Atemnot, umzugehen. Auch Schmerzhypnose ist sehr hilfreich.

Chemotherapien und Bestrahlungen werden mit Hypnose besser vertragen und sind oftmals auch wirksamer.

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Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen Rituelle Gewalt und Mind Control – Was wissen wir eigentlich? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Die Macht der Erinnerung Du bist nicht dein Zustand Wenn der Therapeut die Geschichte mitliefert Michaela Huber – Koryphäe, Einfluss und fachliche Kritik Valeria Petkova – Wenn Mind Control zur Erklärung wird Wenn Therapie zur Weltanschauung wird 9. Wenn Therapeut aussteigen – Schuld, Loyalität und der Weg zurück Wenn du als Klient aussteigen willst Wem gehört die Geschichte eines Menschen? Portugal, Netzwerke und die Internationalisierung einer therapeutischen Schule Von SPIEGEL bis zum goldenen Aluhut – Wenn Wissenschaft, Therapie und Medien aufeinanderprallen Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.