Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften

Florian Friedrich • 29. Dezember 2025

Hypnosystemische Selbsthilfetechniken für Männer, die Opfer von Gewalt in Partnerschaften sind

Wenn du Gewalt in deiner Beziehung erlebst, ist es ganz normal, dass Angst, Schuldgefühle, Wut und Unsicherheit deinen Alltag bestimmen. Hypnosystemische Methoden (nach Gunther Schmidt) können helfen, innere Ressourcen zu aktivieren, Selbstschutz zu stärken und wieder handlungsfähig zu werden – ohne dass du sofort professionelle Hilfe aufsuchen musst (obwohl diese auch sinnvoll sein könnte).


Ich biete psychologische und traumatherapeutische Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften.

Hilfe für männliche Opfer von Gewalt in Partnerschaften

Wenn Männer zu Opfern werden - Meine Frau schlägt mich | SWR Doku

Innere Schutzräume visualisieren

Diese Übung hilft dir, emotionalen Abstand zu gewinnen und dich sicher zu fühlen:

  1. Setze oder lege dich bequem hin.
  2. Atme tief ein und aus. Schließe die Augen, wenn du dich wohlfühlst.
  3. Wenn du viel Spannung im Körper hast, dann spanne ganz langsam, bewusst und achtsam erst einmal den Körper an (Progressive Muskelentspannung), um dann in kleinen Schritten zu lockern und zu lösen. Geh also nicht zu rasch in den Zustand der Entspannung, da dies dein Autonomes Nervensystem überfordern könnte.
  4. Stelle dir einen Ort vor, an dem du vollkommen sicher und handlungsfähig bist – ein Raum, ein Wald, ein Strand, was immer für dich passt.
  5. Nimm alle Details wahr: Farben, Geräusche, Gerüche, Temperatur, Geschmäcker.
  6. Wenn Gefühle von Angst oder Bedrohung auftauchen, gehe in diesen inneren Raum und verankere das Gefühl von Sicherheit.

Tipp: Du kannst diesen Ort jederzeit abrufen, z. B. wenn akute Angst aufkommt.


Ressourcenanker setzen

Finde innere Stärken oder Momente, in denen du dich mutig, kompetent oder handlungsfähig gefühlt hast:

  1. Denke an eine konkrete Situation, in der du Stärke, Mut oder Klarheit gezeigt hast.
  2. Verankere dieses Gefühl mit einer körperlichen Geste – z. B. Faust ballen, Hand auf Herz legen, unter dem Schlüsselbein klopfen oder die Schultern leicht drücken.
  3. Wiederhole diese Geste immer dann, wenn du dich schwach, verunsichert oder bedroht fühlst, um das Gefühl von Stärke bewusst zu aktivieren.


Einen Dialog mit Seiten führen

Oft gibt es innere Anteile wie „ängstlicher Anteil“ und „starker Anteil“. Hypnosystemisch kannst du sie ins Gespräch bringen:

  1. Stelle dir die beiden Seiten vor.
  2. Lass den ängstlichen Anteil seine Sorgen ausdrücken – was macht ihm Angst?
  3. Lass den starken Anteil antworten – welche Ressourcen, Sicherheit oder Handlungsmöglichkeiten gibt es?
  4. Visualisiere, wie beide Anteile sich respektieren und gegenseitig unterstützen.

Das stärkt innere Klarheit und Entscheidungsfähigkeit.


Future Pacing: Sichere Handlungsmöglichkeiten üben

Stell dir vor, wie du in einer schwierigen Situation sicher, handlungsfähig und ruhig reagierst:

  1. Schließe die Augen und stelle dir eine konkrete Situation vor, die dir Angst macht.
  2. Visualisiere, wie du dich selbst schützt, Grenzen setzt oder Hilfe einholst.
  3. Erlebe emotional, wie sich Sicherheit, Selbstwert und Handlungsfähigkeit anfühlen.
  4. Verankere dieses Gefühl mit einem Anker (z. B. Geste, Wort oder Atemtechnik).

So trainierst du das Gehirn, in echten Situationen ruhiger und selbstbewusster zu reagieren.


Atem- und Körperübungen zur Stabilisierung

  • Bauch-Atmung: Langsam durch die Nase einatmen (4 Sekunden), kurz halten (2 Sekunden), langsam ausatmen (6 Sekunden). Wiederholen 5–10 Mal.
  • Körper-Check: Spüre die Füße auf dem Boden, Hände auf den Oberschenkeln, Rücken an der Lehne. Bewusst den Kontakt zur Realität spüren, um Angst oder Dissoziation zu reduzieren.

Diese Techniken aktivieren das parasympathische Nervensystem, reduzieren Stress und fördern Klarheit.


Selbstmitgefühl aktivieren

  • Sage dir bewusst: „Ich bin Opfer von Gewalt, und das ist nicht meine Schuld. Ich habe das Recht, sicher und respektvoll behandelt zu werden.“
  • Dies kannst du wieder mit der Anteile-Arbeit kombinieren: Stelle dir vor, dass ein unterstützender, fürsorglicher Anteil bei dir ist, der dich schützt, tröstet und stärkt.



Hinweis

Diese Techniken ersetzen keine professionelle Unterstützung. Sie können dir aber helfen, akuten Stress zu reduzieren, innere Ressourcen zu aktivieren und erste Schritte in Richtung Sicherheit und Selbstschutz zu gehen.

Wenn du akut bedroht bist: Kontaktiere Polizei, Notruf oder einen sicheren Ort (Männerhaus, Freunde, Familie).

Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich • 2. Oktober 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Schematische Darstellung des menschlichen Gehirns als leuchtendes organisches Organ, von dem sich ab
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Kritische Analyse von Florian Friedrich: Warum Mind Control neurobiologisch unmöglich ist und suggestive Therapie Scheinerinnerungen erzeugt.
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Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich • 25. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Dieser Podcast versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird. Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.