Homophobe Gewalt in der Öffentlichkeit – Psychologische Hilfe

Florian Friedrich • 20. August 2025

Öffentliche Räume und soziale Räume als Orte der Gewalt

Schwule Männer, lesbische Frauen und bisexuelle Menschen werden mitunter im öffentlichen Raum bzw. in der Öffentlichkeit Opfer homophober Gewalt. Dies gilt vor allem für schwule und bisexuelle Männer, die ihre Sexualität nicht offen ausleben können und nur an bestimmten Orten anonymen Sex haben, an welchen sie homophoben Gewalttaten hilflos ausgeliefert sind.


Ich biete psychologische Hilfe und Beratung an, wenn Sie Homophobie oder homophobe Gewalt im öffentlichen Leben erfahren müssen.

Homophobe Gewalt in der Öffentlichkeit – Psychologische Hilfe

Ein Beispiel:

Herr Z. ist 68 Jahre alt, schwul und schämt sich seiner homosexuellen Bedürfnisse. Er wurde in den 1950er Jahren geboren und so erzogen und sozialisiert, dass er verinnerlichte, dass Homosexualität nicht nur eine schwere psychische Erkrankung sei, sondern auch ein strafrechtliches Verbrechen und eine Sünde.

Heute ist er schon 30 Jahre lang mit einer Frau verheiratet, die er geheiratet hat, weil es von seiner Familie erwartet worden war. Er hat drei erwachsene Kinder. Von seiner homosexuellen Orientierung weiß niemand. Oft fühlt er sich einsam, isoliert und allein und versucht diese innere Leere durch anonyme Sexualkontakte im Mirabellgarten Salzburg (einer sogenannten „Cruisingarea“) zu füllen.

Eine fixe Partnerschaft mit einem Mann hätte Herr Z. zwar gerne, allerdings ist seine Angst vor gesellschaftlicher Stigmatisierung viel zu groß, um diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Er lehnt ja innerlich seine Homosexualität sogar selber ab und hat wenig Selbstbewusstsein.

Eines Tages wird Herr Z. im Mirabellgarten von drei jungen Männern ausgeraubt und schwer zusammengeschlagen, sodass er ins Unfallkrankenhaus muss. Er weigert sich, bei der Polizei eine Anzeige zu erstatten, weil er viel zu große Angst hat, dass dann seine Familie und sein soziales Umfeld von seiner Homosexualität erfahren könnten.


Vor allem schwule und bisexuelle Männer werden Opfer von körperlicher Gewalt

Aus Studien zu Opfern homophober Gewalt geht hervor, dass vor allem Männer Opfer werden, die ihre Homosexualität verstecken und sich ihrer so sehr schämen, dass sie keine Anzeige gegen die Täter*innen machen. Bei lesbischen Frauen hingegen kommen die Täter*innen in der Regel aus der Familie oder dem unmittelbaren sozialen Umfeld.


Ein Beispiel:

Nach einem Workshop in einer Schule einer ländlichen Gemeinde zum Thema sexuelle Orientierungen tritt eine siebzehnjährige junge Frau an mich heran und erzählt mir, dass ihr Vater neulich ausgerastet sei, als ihre Freundin bei ihr übernachtete. Er habe die Freundin der jungen Frau unmittelbar der Wohnung verwiesen und dann die junge Frau verprügelt. Sie freue sich, wenn sie nach der Matura endlich aus dem Elternhaus ausziehen kann.


Sozialräume, wo homophobe Gewalttaten passieren

Besonders gefährlich sind jene Orte, an denen es allgemein zu Gewalttaten kommt und an denen sich viele Menschen versammeln, die gewaltbereit sind. Das können etwa Stadtviertel sein, in denen viele alkoholisierte Menschen in der Nacht zu finden sind. Schwule, Lesben und Bisexuelle, welche sich offen zu erkennen geben, werden dort bevorzugt Opfer von Gewalt.



Mein Tipp:

Suchen Sie sich unbedingt Hilfe, wenn Sie Opfer von Gewalt werden, etwa bei einer schwulen-lesbischen Beratungseinrichtung oder beim Opferschutz.

Dokumentation des SRF: "Hass gegen LGBTQ+ – Von Diskriminierung und Widerstand"

In diesem Film werden rohe homophobe körperliche Gewalt, psychische Gewalt, Herabsetzungen, Abwertungen und die innerer Not und das Leid der Opfer beleuchtet.

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.