Zwangsstörungen: Tipps zum Umgang mit Zwangshandlungen

Florian Friedrich • 12. September 2025

Wie kann ich Zwänge oder Zwangshandlungen loswerden?

Nicht immer ist es möglich, alle Zwänge oder Zwangshandlungen loszuwerden. Allerdings können Sie lernen, besser mit sich selbst und Ihren Zwängen umzugehen, sodass diese Zwänge im Laufe der Zeit als Nebeneffekt immer weniger werden. Lesen Sie in diesem Beitrag Tipps, Ideen und Anregungen, wie Sie Ihre Zwangshandlungen besser in den Griff bekommen und wie Sie anders damit umgehen können.


Ich biete psychologische Hilfe und Psychotherapie an, wenn Zwangsstörungen, Zwänge oder Zwangshandlungen Ihre Lebensqualität vermindern.

Zwangsstörungen: Tipps zum Umgang mit Zwangshandlungen

Katastrophenphantasien und Zwangshandlungen

Menschen, die unter starken Ängsten, Zwangsstörungen oder Zwangsgedanken leiden, entwickeln oft Katastrophenphantasien und magisch anmutende Handlungen, um diese Fantasien in den Griff zu bekommen und um mehr innere Sicherheit zu erlangen. Es handelt sich dabei um einen entlastenden, beruhigenden Copingmechanismus, der jedoch viel Kraft, Zeit und Lebensenergie bindet.


Die starken, überflutenden Ängste können sich auf den Verlust von nahen, lieben Menschen oder Tieren, aber auch auf das eigene Leben und die eigene Gesundheit beziehen. Menschen, die zu zwanghaften Verhaltensweisen neigen, entwickeln dann Zwangsrituale und Zwangshandlungen, damit diese Gedanken nicht Realität werden. Es geht dabei um ein inneres sich-Absichern: Wenn ich z.B. eine Tätigkeit genau viermal ausführe, dann wird das befürchtete Unglück nicht eintreten.

Mein Filmtipp: "Krank durch Stress: Wenn Zwangsstörung & Ängste das Leben im Griff haben"

Sehen Sie in diesem Film, wie sehr Zwänge das Leben beeinflussen, belasten und den Alltag zur Qual werden lassen. Zwangsstörungen sind in der Gesamtbevölkerung weit verbreitet.


Hilfreiche Strategien und Verhaltensweisen

Folgende Strategien können Ihnen das Leben mit den Katastrophenphantasien und existentiellen Ängsten etwas leichter machen:

1. Schreiben Sie sich auf einen Zettel: „Ja, es kann immer und überall etwas passieren. Das gehört zum Leben dazu. Meine Zwangsrituale haben dabei keinerlei Einfluss auf diesen Sachverhalt“.

Hängen Sie sich diesen Zettel zu Hause an gewisse Stellen im Raum (etwa auf die Toilette), wo Sie oft hinsehen.


2. Beachten und beobachten Sie zudem eigene Gedanken während der Handlungen und Zwangsrituale ganz genau.

Führen Sie das, was Sie während der Zwangshandlungen denken, in einen inneren Dialog über. Sie erzählen sich dabei innerlich selbst, was Sie gerade zwanghaft tun. Dies kann ein erster guter Umgang mit sich selbst und den Zwängen sein. So ein Dialog könnte lauten:

"Ich gehe jetzt zur Türe und kontrolliere diese viermal, weil ich Angst habe und beunruhigt bin. Meine Angst und Unruhe sind so stark geworden, dass sie zu einem inneren Drang führen. Mit meinem Kopf und Verstand weiß ich, dass diese Kontrolle der Haustüre nicht notwendig ist. Ich brauche diese Handlung aber, um meine starken Gefühle der Angst zu beruhigen. Darum mache ich das jetzt. Ich kann mich momentan nicht anders beruhigen. Ich tue es für mich selbst, um mir selbst etwas Gutes dabei zu tun."

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.