Wo bekomme ich die HIV-PEP in Salzburg?

Florian Friedrich • 19. November 2025

PEP, die HIV-Pille danach

Bei der HIV-PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) handelt es sich um eine Notfallmaßnahme nach einem Risikokontakt (z.B. geplatztes Kondom, ungeschützter Sex).

Nach einem Risikokontakt können Sie für vier Wochen lang Medikamente einnehmen. Diese Medikamente verhindern, dass es zu einer Infektion mit HIV kommt. Bei der PEP handelt es sich um eine ganz normale HIV-Therapie, die auch HIV-Positive einnehmen.

Doch wo bekomme ich die PEP in Salzburg?

Wo bekomme ich die HIV-PEP in Salzburg?

Je früher die PEP eingenommen wird, desto besser

Der Beginn der PEP sollte möglichst innerhalb von zwei Stunden nach dem Risikokontakt erfolgen. Innerhalb von 24 Stunden wird der Behandlungsbeginn von Mediziner*innen noch als sinnvoll erachtet. Danach ist der Behandlungserfolg unsicher. Die PEP muss spätestens innerhalb von 48 Stunden nach einem Risikokontakt gestartet werden.

Beachten Sie: Diese Therapie stellt einen wesentlichen Eingriff in den Körper dar. Deshalb ist eine PEP nur in ganz bestimmten Fällen sinnvoll.



Wann macht die HIV-PEP Sinn?

  • Wenn Sie ungeschützten Sex mit einem/einer Partner*in hatten, der/die HIV-positiv ist und keine HIV-Therapie einnimmt.
  • Wenn Sie Ihre*n Partner*in nicht kennen (etwa nach One-Night-Stands oder nach anonymen Sexualkontakten in Saunen, Cruising Areas, Darkrooms …), diese*r aber einer Gruppe angehört, die statistisch von HIV häufiger betroffen ist (etwa schwule und bisexuelle Männer).

Film: "PEP to the HIV rescue! | World AIDS Day 2022"

Wann macht die PEP keinen Sinn?

  • Wenn Sie ungeschützten Sex mit einem HIV-positiven Menschen hatten, der eine HIV-Therapie einnimmt und deshalb nicht mehr ansteckend ist. Zur Erklärung: HIV-positive Personen, welche die HIV-Therapie einnehmen, sind bei regelmäßiger Einnahme der HIV-Therapie nicht mehr infektiös und können daher das Virus nicht mehr weitergeben.
  • Wenn Sie regelmäßig und konsequent die PrEP als Prophylaxe einnehmen. Diese Prä-Expositions-Prophylaxe schützt Sie sicher vor einer Infektion mit HIV.


In Salzburg erhalten Sie hier die PEP:

Unter der Woche zwischen 8 und 15 Uhr in der Infektionsambulanz (Haus C / Eingang 4) des Landeskrankenhauses Salzburg (Universitätsklinikum der PMU)

Müllner Hauptstraße 48

5020 Salzburg


Sonst in der Notfallambulanz des Landeskrankenhauses Salzburg (HAUS A)

Auch an den Wochenenden erhalten Sie die PEP in der Notfallambulanz (Haus A).


HIV-Test nach der PEP

Nach dem Abschluss der PEP ist ein HIV-Test sinnvoll, um eine Infektion sicher auszuschließen. Hierzu müssen Sie bestimmte diagnostische Fenster einhalten. Denn erst ab sechs Wochen nach Abschluss der PEP erreicht ein HIV-DUO-Test (Antikörpertest und p24-Antigentest) seine maximale Testsicherheit. Bei der PCR sind es vier Wochen. Erst dann kann also eine Infektion ganz sicher ausgeschlossen werden. 

Film: "PrEP and PEP: HIV Prevention"

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 30. Juni 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 5. September 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 7. November 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
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