Liebeskummer - was kann ich dagegen tun, wie werde ich ihn los?

Florian Friedrich • 28. Juli 2025

Gibt es Tricks und Tipps, wie ich meinen Liebeskummer schneller loswerde?

Nein, Liebeskummer kann man nicht einfach mal schnell loswerden. Dagegen kann ich wenig tun, aber ich kann trotzdem viel für mich selbst tun und eine gute Selbstfürsorge entwickeln, die ich gerade in schwierigen Zeiten benötige. Lesen Sie in diesem Artikel, was Sie alles machen können, wenn Kummer und Schmerz Sie plagen.


Ich biete psychologische Hilfe, Beratung und Psychotherapie in Salzburg, Wien, Hamburg und Berlin an, wenn Sie unter schwerem Liebeskummer leiden - auch online.

Tipps gegen Liebeskummer

Emotionen annehmen und aushalten lernen

Diesbezüglich gibt es keine billigen Ratschläge, denn Liebeskummer lässt sich nicht einfach wegdrängen. Kummer, Trauer, Kränkung und Schmerz werde ich nicht so rasch los. Zudem sind diese Emotionen, die sehr sinnvoll sind. Im Liebeskummer erleben wir oft starke Trauer, aber auch Ohnmacht, Wut, Kränkung, mitunter auch Hass.

Liebeskummer hilft uns, den Verlust eines geliebten Menschen, aber auch die Kränkung zu verarbeiten. Es wäre zwar möglich, den Liebeskummer durch Alkohol, Drogen, Medikamente, Konsum oder sonstige Ersatzbefriedigungen vorübergehend zu dämpfen und zu unterdrücken. Damit täten wir uns allerdings selbst nichts Gutes, weil wir damit nicht den Verlust verarbeiten könnten und sich im schlimmsten Fall sogar eine Sucht nach Ersatzbefriedigungen entwickeln könnte, die zu einem immer sinnleereren Leben führt. Zudem kann sich dadurch der Liebeskummer sogar chronifizieren.


Ein guter Umgang mit Liebeskummer

Ein konstruktiver und authentischer Umgang mit Liebeskummer wäre, sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde für das Erleben von Kummer, Trauer, Kränkung, Wut etc. Zeit zunehmen und den Kummer bewusst zuzulassen und zu durchleben. Im Laufe der Wochen und Monate wird der Liebeskummer dann immer weniger werden und seinen Stachel verlieren.


Hilfreiche Tipps für einen konstruktiven Umgang mit Liebeskummer sind:

  •  mal 20 Minuten so richtig weinen, um Trauer und Schmerz dadurch zu entladen
  •  Sport machen, auf einen Sandsack schlagen, Wut, Kränkung und Hass herausschreien
  •  Tagebuch schreiben
  •  mit anderen Menschen das Gespräch suchen
  •  alte Hobbys, Beschäftigungen aufnehmen (das steigert das Selbstbewusstsein)
  •  Tätigkeiten nachgehen, die ich gut kann

Dokumentation: "Liebe - Die größte Schwäche des Menschen"

Kummer braucht seine Zeit

Seien Sie geduldig mit sich selbst, denn Liebeskummer braucht seine Zeit. Oft kommt er in Wellen und klingt sehr langsam aber stetig ab. Grundsätzlich bedarf Liebeskummer nicht der psychotherapeutischen Behandlung, diese ist aber dann dringend empfohlen, wenn Hass, Selbsthass oder Ohnmacht als sehr stark erlebt werden. Auch bei Suizidalität oder konkreten Plänen nach Rache und Vergeltung sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen.


Eine gute Selbstfürsorge kann auch hilfreich sein

Wenn etwa ein Kind hinfällt und sich verletzt, dann kommen seine Eltern und trösten es. Die Verletzung tut dann dem Kind immer noch als physischer Schmerz weh, aber die liebevolle Anteilnahme und der Trost von Mutter und Vater machen den Umgang mit dem Schmerz leichter. Das Kind erlebt, dass es wertvoll ist, Mitgefühl für sich selbst und andere zu haben und dass es dieses schmerzhafte Erleben mit anderen teilen und akzeptieren kann. Das Kind öffnet sich in diesem mitfühlenden Kontext seinen Schmerzen, akzeptiert diese und gibt den Kampf gegen die Schmerzen, Gefühle und physischen Schmerzen auf. Angst, Wut, Schreck und Hilflosigkeit verwandeln sich in Akzeptanz. Das Kind geht durch den Schmerz hindurch und erlebt, wie der Umgang mit dem Schmerz leichter wird.

Dasselbe passiert mit der Haltung der bedingungslosen Akzeptanz. Wir erleben, dass sich unsere schmerzhaften Gefühle im Kontext der Anteilnahme wandeln.

Oft fällt es Menschen schwer, genauso gut und anteilnehmend mit sich selbst umzugehen, wie mit anderen Menschen.


Es ist dann wichtig, dass ich mir folgende Fragen stelle:

  • Wie können mich andere Menschen am besten trösten?
  • Wie kann ich selbst andere am besten trösten?
  • Wie gehe ich mit mir selbst um, wenn es mir schlecht geht, wenn ich etwa Schmerzen habe oder schwierige Emotionen spüre?
  • Wie könnte ich in Zukunft tröstender mit mir selbst umgehen, wenn es mir schlecht geht? Was könnte ich dann ganz konkret anders machen? Was brauche ich dann von mir selber? Was brauche ich von anderen?
  • Gibt es Bilder, Gedanken, Erinnerungen, Vorstellungen, die mir dabei helfen können, mir selbst Trost zu spenden, wenn ich unter schmerzhaften Gefühlen leide (etwa Erinnerungen an getröstet-Werden, an liebevolle Trost-spendende Menschen oder positive Visualisierungen)?
  • Wenn ich morgen aufwache und anteilnehmend und mitfühlend mit mir selber umgehen würde, wie würde ich das als Erstes bemerken. Mein Schmerz wäre dann noch immer da, aber was würde ich dann anders machen, wenn ich voller Mitgefühl mit mir selbst wäre? Wie würden andere Menschen es bemerken, dass ich auf einmal mit Mitgefühl, Trost und Anteilnahme mit mir selbst umgehe? Wie würde so ein Tag voller Mitgefühl aussehen?
  • Gibt es schon jetzt etwas, was ich voller Mitgefühl für mich selbst tun könnte?
trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.