Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung

Florian Friedrich • 24. August 2025

Beratung, Coaching und Therapie mit hypnosystemischen Ansätzen

Der hypnosystemische Ansatz von Gunther Schmidt ist ein wissenschaftlich-fundierter Ansatz für Beratung, Coaching, Therapie und Organisationsentwicklung. Er arbeitet mit Erkenntnissen

  • der modernen Hirn- und autobiografischen Gedächtnisforschung,
  • der Systemtheorie,
  • der Hypnose und der Hypnotherapie,
  • der Embodiment-Forschung und der Priming-Forschung.


Gunther Schmidt hat aus den wissenschaftlichen Erkenntnissen der verschiedenen Disziplinen ein breites Repertoire an Methoden, Techniken und Tools entwickelt, wobei er immer postuliert:

"Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis größer als in der Theorie".

Zugleich ist die Hypnosystemik auch eine Haltung zur Welt und zu den Mitmenschen, die weit über Techniken hinausgeht. Denn wer nur mit Tools arbeitet, der "wird rasch zum Tooligan" (Schmidt).


Ich biete hypnosystemische Psychotherapie und Beratung in Salzburg / Hamburg an.

Hypnosystemische Psychotherapie und Beratung

Zu Gunther Schmidt:

Gunther Schmidt (* 19. Juli 1945) ist Volkswirt, Arzt und Systemischer Familientherapeut. Er hat Anfang der 1980er Jahre die hypnosystemische Therapie entwickelt. Schmidt ist Schüler von Helm Stierlin und Milton Erickson und gehört der berühmten Heidelberger Schule an.

Schmidt ist zudem Mitgründer, ärztlicher Direktor und geschäftsführender Gesellschafter der sysTelios Klinik in Siedelsbrunn.

Geschichte(n) der Kreativität. Gunther Schmidt beim #HypnoTalk

Das Hypnosystemische Arbeiten ist inhaltsfrei, da es sich für die Prozesse der inneren und äußeren Organisation des Erlebens und der Erlebnisgestaltung interessiert. Somit können wir in allen Kontexten und Settings hypnosystemisch arbeiten, in denen Personen sich erleben und zusammenwirken, etwa in Settings der

  • Einzelberatung,
  • des Coachings von Führungskräften,
  • der Paarberatung,
  • der Familienberatung,
  • der Gruppentherapie,
  • der Supervision
  • u.v.m.


Auch ist die Arbeit mit allen Symptomträger*innen und Zielgruppen möglich.


Gibt es Kontraindikationen?

Hypnosystemisches Arbeiten ist immer möglich. Es gibt keine Kontraindikationen, nur eine: Wir sollten nie dann mit Klient*innen arbeiten, wenn wir von ihnen keinen Auftrag zur Zusammenarbeit erhalten. Dies wäre übergriffig.

Die Grundhaltung der Hypnosystemik ist diejenige, achtungsvoll und maßgeschneidert auf die Erlebniswelten unserer Mitmenschen, Klient*innen und Patient*innen einzugehen, um auf diese Weise ihre bereits vorhandenen schlummernden Kompetenzen gesundheitsförderlich und für unsere Klient*innen stimmig zu fördern und zu reaktivieren.

Hier betont Gunther Schmidt als Metaziel der Hypnosystemik immer wieder (frei nach Heinz von Förster): "Handle stets so, dass Du Wahlmöglichkeiten erweiterst".


Felt Sense und innere Stimmigkeit

Zentral ist für die Hypnosystemik, Menschen zu einem Gefühl der inneren Stimmigkeit zu verhelfen. Dieses ist ein angenehmer Erlebniszustand, in dem wir unsere eigenen Empfindungen und unseren Körper gut wahrnehmen und spüren. Ich habe dabei das Gefühl eines flexiblen Erlebnisraumes mit Überblick, Sicherheit und Handlungsfähigkeit. Dieser Zustand wird auch als "Flow" beschrieben. Ich bin dann wach und voller Anteilnahme für innere und äußere Rückmeldungen und flexibel bezüglich meiner Ziele.


Oft sind wir im Alltag viel zu wenig in Kontakt und in Beziehung zu uns selbst und unserem intuitiven Körperwissen. Wir übergehen unsere innere Stimmigkeit und unser Rückkopplungssystem und unterwerfen uns Normen und Erwartungen. Keine Unterwerfung hätte nämlich oft negative soziale Folgen, Unterwerfung hingegen kostet meist einen hohen Preis.


Ein Beispiel (trans*Identität)

Friedrich spürt schon seit vielen Jahren, dass er trans*ident ist und als Frau leben möchte. Da er berechtigte negative soziale Folgen, Diskriminierung und Stigmatisierung erwartet (trans*Phobie) passt er sich äußerlich an und mimt weiterhin einen Mann, obwohl er dies in seiner Identität nicht ist. Die Kosten für diese Unterwerfung und für das Unterdrücken der eigenen Stimmigkeit sind hoch, kosten viel Kraft und Energie. Friedrich wird zunehmend ängstlicher, schwer depressiv und im Laufe der Monate suizidal, bis er sie sich in Therapie begibt.

Friedrich orientiert sich damit vorerst fast ausschließlich an den Bedürfnissen anderer, weil er gelernt hat, dass er ansonsten Ausschluss, Liebesentzug und Diskriminierung erfährt. Somit unterdrückt er seine eigenen Bedürfnisse. Die Depression und die Suizidalität sind zirkuläre Rückmeldungen seines kompetenten Organismus. Seine Beschwerden und Symptome weisen ihn darauf hin, dass er seine Identität zu stark unterdrückt und dass er bzw. sie etwas anderes benötigt (etwa Sicherheit, Sinn, Liebe von anderen und von sich selbst, Schutz, Halt, Handlungsfähigkeit).


Hypnosystemisch betrachtet sind Symptome damit auch immer wertvolle Rückkopplungsinformationen über nicht beachtete Bedürfnisse und können damit in Therapie und Beratung utilisiert werden.

Zugleich ist die Unterdrückung zu würdigen, anzuerkennen und wertzuschätzen. Im Falle Friedas ist sie ja eine kompetente, verständliche und sinnvolle Strategie, sich vor trans*Negativität zu schützen. Ich selbst würde ihr diese Strategie nicht zu schnell nehmen wollen, sondern Schritt für Schritt andere Schutzkonzepte mit ihr aufbauen und dann nach Möglichkeiten suchen, ihre Identität mit Lösungen zu leben, die einen geringeren Preis kosten.


Friedrich vertraut im Laufe seiner Therapie immer mehr seinem Gefühl der inneren Stimmigkeit. Nach einem halben Jahr beginnt er, zunehmend als Frieda zu leben und zeigt sich auch in der Öffentlichkeit als Frau. Die Kosten dafür sind ebenfalls hoch, denn Friedrich erlebt immer wieder trans*feindliche Äußerungen, Spott, Häme und sozialen Ausschluss. Dennoch ist er nun glücklicher, da er seinen authentischen Bedürfnissen und seinem Stimmigkeitsgefühl folgt.


Dies könnte man als ein Dilemma oder als eine Zwickmühle sehen. Die Lösung liegt darin, dass wir derartige schwierige Situationen aus einer Metaebene beobachten können, und damit aus dem "entweder - oder" hinauskommen, um dann stimmigere Lösungen und Schutzkonzepte für Frieda zu finden.

Bezogene Individuation

Gunther Schmidt ist als Schüler Helm Stierlins stark von dessen Konzept der Bezogenen Individuation inspiriert. Dieses Konzept meint, dass ich gut in Beziehung zu mir, meinen primären Bedürfnissen und meinem Felt Sense bin und gerade deshalb zugleich gut in Kontakt bzw. Beziehung zu meiner Umwelt und meinen Mitmenschen treten kann.


Forschungsexperiment:

  • Beobachten Sie einmal im Alltag, wer auf Sie so wirkt, als ob er gut in Kontakt zu sich und zugleich zu seinen Mitmenschen ist? Bei wem ist dies aus Ihrer Sicht ausgewogen und ausgeglichen?


Ich selbst bemerke bei mir, dass ich das immer wieder üben kann, manchmal auch meine bezogene Individuation verliere (es wäre ja auch langweilig und für mich einseitig, wenn dies ein Dauerzustand wäre, eine gewisse Ambivalenz hat für mich schon auch Pfiff), sie aber durch das viele Üben und Ausprobieren viel schneller finde als früher. Ich lerne deswegen auch immer häufiger andere Menschen kennen, die dies ebenfalls können. Offensichtlich strahle ich es aus.



Meine Empfehlung: Die sysTelios Klinik

Wer sich für eine stationäre hypnosystemische Behandlung interessiert, dem möchte ich die sysTelios Klinik in Siedelsbrunn im Odenwald empfehlen. Die sysTelios Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit hypnosystemischer Grundhaltung bietet ein ganzheitlich ausgerichtetes Therapiekonzept und arbeitet hypnosystemisch. Gunther Schmidt selbst hat die Systelios Klinik mitgegründet. Gunther Schmidt ist auch ärztlicher Direktor dieser Klinik. Der therapeutische Ansatz ist tiefenpsychologisch fundiert, verhaltenstherapeutisch ergänzt und hypnosystemisch optimiert.

Florian Friedrich, Psychotherapeut
Florian Friedrich als Bastian im Theaterstück DER DRESSIERTE MANN
von Florian Friedrich 13. September 2026
Mein aktuelles Schauspielprojekt in der Rolle des Bastian Der dressierte Mann von John von Düffel Nach dem gleichnamigen Bestseller von Esther Vilar. Vilar dreht den Spieß um. Sie behauptet: Nicht die Männer unterdrücken die Frauen, sondern Frauen dressieren die Männer seit Jahrhunderten. Frauen nutzen Sex, Liebe und die Mutterrolle als Machtmittel. Dafür lassen sie sich aushalten und versorgen. Männer arbeiten, machen Krieg, zahlen - und bekommen dafür “Zuneigung” und Sex. Sie sind also die eigentlichen „Sklaven“. “Der Mann ist dressiert wie ein Haustier. Er glaubt frei zu sein, ist aber abhängig.” Das Buch löste 1971 einen riesigen Skandal aus. Von Feministinnen gehasst, von Männern gefeiert. Bis heute extrem umstritten. Es ist in dem Buch eine provokante These, dass die klassische Rollenverteilung Frauen bevorteilt und Männer ausbeutet. Bis heute ein Provokations-Bestseller. Der Vorverkaufspreis beträgt 16 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Ermäßigungen gibt es für Jugendliche sowie für (Schüler-)Gruppen ab zehn Personen. Reservierungen: Freiraum Oberndorf: 0664 / 6431727 Theatergruppe Oberndorf: 0677 / 62551846 E-Mail: info@freiraumoberndorf.at Ich freue mich. die tolle Rolle des Bastian zu spielen, eine Rolle, die man(n) sich nur wünschen kann.
Rituelle Gewalt und Mind Control  - Podcast
von Florian Friedrich 13. September 2026
Eine 13-teilige Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation und therapeutische Macht Die Diskussion über „rituelle Gewalt“ und „Mind Control“ bewegt sich zwischen realen Erfahrungen von Gewalt, traumatischen Folgen, wissenschaftlich umstrittenen Erklärungsmodellen und teilweise weitreichenden Verschwörungserzählungen. Diese Podcastreihe versucht, diese Ebenen voneinander zu unterscheiden. Dabei geht es nicht darum, sexualisierte oder organisierte Gewalt zu leugnen. Solche Gewalt ist real und kann schwere psychische Folgen haben. Gleichzeitig müssen auch weitreichende Behauptungen über geheime Täter-Netzwerke, satanistische Rituale, gezielte Persönlichkeitsspaltung oder Mind Control wissenschaftlich geprüft werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Erinnerungen entstehen und welche Rolle therapeutische Suggestion spielen kann. Denn eine therapeutische Beziehung ist niemals nur ein Gespräch unter Gleichen. Therapeut*innen verfügen über Wissen, Autorität und Einfluss. Gerade deshalb tragen sie eine besondere Verantwortung dafür, zwischen Beobachtung, Hypothese und Gewissheit zu unterscheiden. Die Reihe fragt unter anderem: Was ist über rituelle und organisierte sexualisierte Gewalt tatsächlich bekannt? Welche wissenschaftlichen Belege gibt es für die weitreichende RG-MC-Erzählung? Was wissen wir über Dissoziation und DIS? Wie entstehen Erinnerungen und wie können falsche Erinnerungen entstehen? Was bedeutet es, wenn Erinnerungen erst während einer Therapie auftauchen? Wo beginnt therapeutische Suggestion? Was geschieht, wenn eine therapeutische Theorie zum Deutungsrahmen für nahezu alles wird? Wie können Patient ihre eigene Autonomie bewahren? Was können Therapeut tun, wenn sie eine frühere Überzeugung inzwischen kritisch sehen? Wo liegen die Grenzen wissenschaftlicher Kritik und berufsrechtlicher Sanktionen? Und wie können wir über dieses Thema sprechen, ohne entweder Menschen zu entwerten oder unbelegte Behauptungen zu bestätigen? Die Perspektive der Reihe ist hypnosystemisch: Nicht jede Erfahrung muss sofort abschließend erklärt werden. Zustände, Gefühle, Körperreaktionen und innere Anteile können ernst genommen und therapeutisch bearbeitet werden, ohne daraus automatisch eine bestimmte historische Geschichte abzuleiten. Denn: Wir können Menschen glauben, ohne jede Interpretation ihrer Vergangenheit zu glauben. Wir können Trauma behandeln, ohne eine bestimmte Tätergeschichte vorauszusetzen. Und wir können sagen: „Ich weiß es nicht.“ Diese Unsicherheit muss kein therapeutisches Defizit sein. Sie kann der Raum sein, in dem Selbstbestimmung wieder möglich wird.  Die 13 Folgen: Rituelle Gewalt & Mind Control – Was ist wissenschaftlich belegt? Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Wenn eine Hypothese zur Gewissheit wird Eine Podcastreihe über Trauma, Erinnerung, Dissoziation, Suggestion, therapeutische Verantwortung und die Freiheit, die eigene Geschichte selbst zu hinterfragen.
Im Zentrum steht eine transparente menschliche Kopf-Silhouette.
von Florian Friedrich 13. September 2026
Rituelle Gewalt, Mind Control und False Memory: Warum therapeutische Erklärungen sorgfältig geprüft werden müssen In der Psychotherapie begegnen Fachleute immer wieder Menschen mit intensiven Ängsten, körperlichen Reaktionen, Erinnerungslücken, Albträumen oder schwer einzuordnenden inneren Zuständen. Solche Erfahrungen können zutiefst belastend sein und verdienen eine ernsthafte therapeutische Begleitung. Gleichzeitig stellt sich eine zweite, fachlich anspruchsvolle Ebene: Welche Bedeutung wird diesen Erfahrungen gegeben? Gerade dort, wo es um rituelle Gewalt, Mind Control oder vermeintlich verdrängte Erinnerungen geht, können Erklärungsmodelle eine besondere Macht entwickeln. Aus einer zunächst möglichen Hypothese kann schrittweise eine Gewissheit werden. Und aus einer Gewissheit kann schließlich eine umfassende Erklärung für die eigene Lebensgeschichte entstehen.
Körperbasiert reguliert - Podcast
von Florian Friedrich 12. September 2026
Willkommen zu deinem 52-wöchigen Jahres-Curriculum für somatische Selbstregulation.