Konflikte lösen mit System

Florian Friedrich • 27. April 2026

Warum Konfliktklärung bei einem Psychotherapeuten den Unterschied macht

Ein festgefahrener Konflikt fühlt sich oft an wie eine Sackgasse. Ob in der Partnerschaft, in ihrem familiären System, im Betrieb, bei einer Erbschaft oder im Team – die Fronten sind verhärtet und jedes Gespräch führt tiefer in den Frust. In der Psychologie sprechen wir hier von einer „Problemhypnose“.

Als Psychotherapeut mit hypnosystemischem Schwerpunkt (nach Gunther Schmidt) biete ich Ihnen professionelle Konfliktlösungsgespräche in meiner Praxis in Salzburg sowie zeitlich flexibel online an. Gemeinsam lösen wir die Blockaden dort, wo sie entstehen.


Dieses Angebot stellt keine Mediation im Sinne des Zivilrechts-Mediations-Gesetzes dar; insbesondere erfolgt keine Tätigkeit als eingetragener Mediator und keine rechtliche Vermittlung zwischen Konfliktparteien, sondern ausschließlich psychotherapeutische Begleitung im Rahmen meiner beruflichen Befugnis.

Ein sonnendurchfluteter Waldweg teilt sich an einer Gabelung in zwei Richtungen, umgeben von grünen Wiesen, Blumen und hohen Bäumen – als Symbol für Entscheidung und Mediation.

Was ist Konfliktlösung? Ein Weg aus der Sackgasse

Konfliktlösung ist ein strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktbeilegung. Als Ihr Coach nehme ich eine allparteiliche Rolle ein. Ich unterstütze Sie dabei, eigenverantwortliche Vereinbarungen zu treffen – entweder persönlich vor Ort in Salzburg oder bequem per Video-Call von überall aus.


Die „Problemhypnose“ verstehen und auflösen

Wenn wir Konflikte mit System lösen wollen, sollten wir uns fragen, warum man im Streit oft wie ferngesteuert reagiert? Das ist die sogenannte Problemhypnose. Ihr Fokus verengt sich radikal auf das Trennende. Ihre kreativen Lösungsfähigkeiten werden dabei vorübergehend dissoziiert.

In meiner Arbeit nutzen wir die hypnosystemische Haltung, um:

  • Den Tunnelblick zu weiten: Wir unterbrechen automatische Vorwurfsschleifen.
  • Ressourcen zu reaktivieren: Wir fokussieren uns auf Ihre Kompetenzen statt nur auf das Defizit.
  • Zukunftsbilder zu entwerfen: Statt Vergangenheitsbewältigung steht die Frage im Zentrum: „Wie wollen Sie künftig miteinander umgehen?“

Workshop mit Gunther Schmidt: "Konflikte und die Begegnung von Unterschieden"

Warum Konfliktklärung bei einem hypnosystemischen Therapeuten und Coach?

Obwohl die Klärung von Konflikten keine Therapie ist, profitieren Sie massiv von meiner therapeutischen Expertise. Während klassische Mediator*innen oft rein sachorientiert arbeiten, achte ich als hypnosystemischer Coach zusätzlich auf:

  1. Emotionale Sicherheit: Ein Rahmen, in dem Bedürfnisse gehört werden, ohne dass die Situation eskaliert.
  2. Würdigung der Interessen: Hinter jeder harten Forderung steckt ein wertvolles Bedürfnis. Wir machen diese anerkennenswerten Bedürfnisse sichtbar.
  3. Stimmigkeit (Embodiment): Wir suchen Lösungen, die sich nicht nur im Kopf richtig anfühlen, sondern bei denen auch Ihr Bauchgefühl „Ja“ sagt.
  4. Flexibilität: Ob wir uns in meiner Praxis in Salzburg gegenübersitzen oder uns im virtuellen Raum zur Online-Konfliktklärung treffen – die Qualität meiner Begleitung bleibt gleich.


Wann ist Konfliktklärung sinnvoll?

Diese ist besonders wirksam bei:

  • Trennung und Scheidung: Wenn Sie als Eltern weiterhin eine gute Basis brauchen.
  • Erbstreitigkeiten: Damit familiäre Beziehungen nicht am Erbe zerbrechen.
  • Beruflichen Konflikten: Zur Klärung in Teams oder zwischen Führungskräften.


Über mich: Ihr Begleiter für neue Perspektiven

Als Psychotherapeut in Salzburg habe ich mich auf Hypnosystemik spezialisiert. In meiner Rolle als Konfliktklärer nutze ich dieses Wissen, um Klient*innen dabei zu helfen, aus starren Mustern auszusteigen. Mein Ziel ist es, dass Sie nicht nur eine rechtliche Einigung finden, sondern eine Lösung, die sich auch stimmig anfühlt.


Bereit für den ersten Schritt?

Kontaktieren Sie mich für ein unverbindliches Erstgespräch – in Salzburg oder online. Gemeinsam finden wir heraus, wie Sie den Schritt von der Konfrontation zur Kooperation schaffen.

"Was bedeutet Hypnosystemik?" Danny Herzog-Braune im Gespräch mit Gunther Schmidt

Exkurs: Was ist eigentlich eine Problemtrance?

Haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie in einem Streit plötzlich wie „ferngesteuert“ reagieren? Dass Sie Argumente wiederholen, die noch nie funktioniert haben, oder dass sich Ihr ganzer Körper anspannt, sobald das Gegenüber nur den Raum betritt?

In der hypnosystemischen Arbeit (nach Gunther Schmidt) nennen wir das eine Problemtrance.

Das bedeutet:

  • Fokussierung: Ihre Aufmerksamkeit verengt sich radikal auf das Problem. Alles andere – Ihre Kompetenzen, Ihr Humor, Ihre guten Erfahrungen mit dem anderen – wird ausgeblendet und dissoziiert.
  • Trance-Phänomene: Der Konflikt fühlt sich so intensiv und echt an, dass logische Argumente nicht mehr durchdringen. Man ist wie gefangen in einem Tunnel aus Vorwürfen und Verteidigung.
  • Autopilot: Das Nervensystem schaltet auf Überlebensmodus (Angriff, Flucht oder Erstarrung). In diesem Zustand sind kreative Lösungen biologisch kaum möglich.

Die gute Nachricht: Da wir diese „Hypnose“ meist unbewusst selbst (mit-)erzeugen, können wir auch lernen, sie wieder aufzulösen und in Ressourcen-Trancen zu finden.

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Was sind Rituelle Gewalt und Satanic Ritual Abuse (SRA)? Rituelle Gewalt und SRA gibt es nicht, sie sind ein Märchen, eine Urbane Legende. Das Konstrukt ist eine Verschwörungstheorie, die unter Psychotherapeut*innen weit verbreitet ist und nicht hinterfragt wird. Die bekannte Traumatherapeutin Michaela Huber gilt als eine der Hauptvertreterinnen dieser Theorie. Das Narrativ behauptet, dass geheime Organisationen, wie etwa Satanssekten, im Untergrund Kinder missbrauchen, foltern, abrichten und mittels Mind Control fernsteuern. Rituelle Gewalt werde von der Politik, von der Justiz, von der Polizei und den Reichen und Mächtigen verschleiert. Gerade der nicht empirische Nachweis der Rituellen Gewalt sei ein Beweis für deren Existenz. Auch Behandlungsfehler durch Traumatherapeut*innen und das Suggerieren falscher Erinnerungen sind kein Beweis für die Existenz Ritueller Gewalt. Wer sich kritisch dagegen äußert, der wird massiv angefeindet und ihm wird rasch unterstellt, dass er selbst ein Teil dieser großen Verschwörung sei oder zumindest generell Gewalt an Kindern rechtfertige, ganz nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich und auch gegen alle Opfer von Gewalt." Viele meiner Kolleg*innen wissen gar nicht, dass es sich bei dieser dümmlichen Theorie lediglich um ein Verschwörungsnarrativ handelt. Eine Klarstellung oder: Wer hat hier ihren eigenen einst guten Ruf geschädigt? Die bekannte Psychotherapeutin Michaela Huber verbreitet Verschwörungsgeschichten zu Satanismus, Satanic Panic und Ritueller Gewalt. Diese konnten bis heute nicht wissenschaftlich nachgewiesen werden. Somit handelt es sich bei Ritueller Gewalt um eine Urbane Legende bzw. um ein Verschwörungsnarrativ, welches ein False-Memory-Syndrom suggerieren kann. Nachdem mir eine Kollegin auf einer Social-Media-Plattform unterstellt hat, ich würde bei der "renomierten" Kollegin Michaela Huber Rufschädigung und Diskreditierung begehen, dass diese mittlerweile entlastet worden sei (falsch!), dass ich ihren therapeutischen Ansatz abwerte (richtig, da fühle ich mich verstanden, wobei eine Verschwörungstheorie in meiner Welt kein psychotherapeutischer Ansatz ist) und dass mein Beitrag „vollkommen überflüssig sei“, habe ich ihr folgendes geantwortet: Michaela Huber gilt heute als sehr umstritten und wird sogar auf Wikipedia heftigst als Verschwörungstheoretikerin kritisiert. In Österreich würde ich Michaela Huber sofort bei der Ethikkommission melden, und eventuell würde ihr sogar die Zulassung als Psychotherapeutin entzogen werden, wenn sie sich nicht von ihren Verschwörungsgeschichten zur rituellen Gewalt distanziert. In Deutschland ist das leider etwas schwieriger. Michaela Huber wurde keinesfalls entlastet und konnte ihre Theorien bis heute nie beweisen. Ohne jedes Unrechtsbewusstsein oder die Bereitschaft, in einen wissenschaftlichen Dialog und Diskurs zu treten, verbreitet sie nach wie vor ihre esoterische Ideologie. So dürfen sich Psychotherapie-Schulen oder traumatherapeutische Ansätze, die einen seriösen Anspruch nach dem State-of-the-Art haben, nicht verhalten, so verhalten sich allerdings Sekten (was paradox ist, denn Huber postuliert ja, Satanssekten aufzudecken). Hier werden Huber und ihre Jünger*innen dem ganz ähnlich, was sie zu bekämpfen suchen.