Erektionsprobleme - Sexualtherapie und Sexualberatung

Florian Friedrich • 23. Juli 2024

Wann werden Schwierigkeiten mit der Erektion zum Problem?

Erektionsprobleme sollten nur dann im Rahmen einer Sexualtherapie und Sexualberatung behandelt werden, wenn der betroffene Mann deswegen einen subjektiven Leidensdruck empfindet. Manchen Männern ist die Erektion gar nicht wichtig, sie konzentrieren sich auf das, was ihnen und ihren Partner*innen beim Sex Lust bereitet und Freude macht.


Eine sogenannte "Potenzschwäche" ist nach hypnosystemischer Sicht eine hohe Kompetenz. Mein Körper signalisiert mir, dass z.B. etwas in der Partnerschaft fehlt, dass ich zu gestresst bin, dass ich gerade nicht bereit für Sex bin, dass ich zu viel beim Sex leisten möchte, Versagensängste, Verlustängste, Bindungsängste habe u.v.m.


Ich biete bei Erektionsproblemen psychologische Hilfe und Sexualtherapie in Salzburg an, online auch in Wien, München, Hamburg und Berlin.

Erektionsprobleme - Sexualtherapie und Sexualberatung

Helfen Potenzmittel?

Erektionsprobleme, die keine körperlichen Ursachen haben (etwa altersbedingte), haben fast immer psychische Ursachen. In diesem Fall hilft auch das Potenzmittel Sildenafil wenig, weil dieses zwar den Körper zu einer Erektion zwingt, die psychischen Ursachen der Erektionsschwäche jedoch nicht beseitigt.

Film: Erektionsstörung und Lustlosigkeit: Wie wichtig ist Sex in einer Beziehung? I 37 Grad

Ein Beispiel aus der Praxis:

Herr A. musste einmal die Erfahrung machen, dass er mit einer Frau schlafen wollte und er keine volle Erektion bekam. Bei zukünftigen sexuellen Erlebnissen begann er sich deshalb ganz genau selbst zu beobachten, ob denn sein Penis auch wirklich steif werde. Das erzeugte bei ihm Stress, Druck und Angst. Zu Beginn des Sex hatte er noch große Lust, doch dann schaltete sich seine Ängstlichkeit ein und er verlor seine Erektion. Er entwickelte eine schwere Erwartungsangst vor weiteren Erektionsproblemen, die sich von nun an regelmäßig einstellten.

Auch hier wird der Teufelskreis aus Angst, Selbstbeobachtung, erlebtem Versagen und noch größerer Angst offensichtlich. Zu viel Angst, Druck und Stress sind Lust- und Erektionskiller. Die Erektionsprobleme sind eigentlich ein hilfreiches Symptom. Der Körper sagt dem betroffenen Mann: „Mit so viel Erwartungsangst, Selbstbeobachtung und Stress spiele ich sicherlich nicht mit“.

Ein Ausweg wäre, dem Mann in der Sexualtherapie zu helfen, aus der ängstlichen Selbstbeobachtung herauszukommen und sich ganz achtsam seiner sexuellen Lust hinzugeben, seine Aufmerksamkeit also woanders hinzulenken. Er könnte z.B. herausarbeiten, was sein Profil als guter Liebhaber ist und bei welchen Sexualpraktiken er seinen Partner*innen Lust bereiten könnte (etwa durch aktiven Oralverkehr, beim Petting), unabhängig von seiner Erektion. Auch Männer mit starken Erektionsschwierigkeiten bekommen rasch einen steifen Penis, wenn sie vergessen, sich selbst zu beobachten und sie in der lustvollen Sexualität ganz aufgehen. So bekommt der betroffene Mann etwa eine harte Erektion, wenn er seine Partnerin beim Sex mit den Fingern vaginal streichelt oder sie aktiv oral befriedigt.


Die vielfältigen Ursachen von Erektionsstörungen

Erektionsprobleme können viele Ursachen haben, oft auch paardynamische, zwischenmenschliche Konflikte in der Partnerschaft, Verlustängste, Leistungsdruck, Unsicherheit u.v.m.

trans*identität – Supervision und Teamsupervision
von Florian Friedrich 16. Februar 2026
Gruppensupervision für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen, Psychiater*innen, Gutachter*innen, Pädagog*innen, Therapeut*innen und andere Berufsgruppen Ich biete regelmäßig an Samstagen von 11 bis 13 Uhr eine kostenlose online Supervisionsgruppe / Intervisionsgruppe für Psycholog*innen, Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an, die trans*Personen auf ihrem Weg der Transition in ihr Wunschgeschlecht begleiten und/oder Gutachten bzw. Stellungnahmen für Hormontherapien und Operationen verfassen. In dieser Gruppe können wir alle viel voneinander lernen, Fallvignetten einbringen, unser Schwarmwissen bündeln, netzwerken und auch Länder übergreifend zusammenarbeiten. Die Gruppe ist offen, d.h. Sie können jederzeit dazustoßen. Ich selbst koordiniere die Gruppe nur, bin aber im Sinne der Intervision ein Teil der Gruppe und nicht deren Leiter. In der Gruppe können Einzelfälle, aber auch Themen eingebracht werden. Mögliche Themen sind: Gutachten erstellen Sorgen wegen Detransition und Fehldiagnosen Rechtliches und Haftung bei Detransition Autismus, ASS und ADHS in der Kombination mit trans*Identitäten genderfluide und non binäre Lebensweisen Rechtliche Aspekte Andere LGBTIQA* Themen Wann sind die nächsten Termine? Samstag, 21. Februar 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 25. April 2026 von 11 bis 13 Uhr Samstag, 4. Juli. 2026 von 11 bis 13 Uhr  Einzeln oder im Team Des Weiteren biete ich (kostenpflichtige) Supervisionen (einzeln oder Teamsupervision) und Coaching für helfende Berufsgruppen an, die mit trans*identen (transgender, transsexuellen, diversen, nicht binären, genderfluiden) Personen arbeiten, etwa für Pädagog*innen, Psychotherapeut*innen, Psycholog*innen, Ärzt*innen und Gutachter*innen. Die Supervisionen sind auch online möglich. Viele Psychotherapeut*innen und Gutachter*innen sind sich unsicher, wie sie mit trans*Personen und der Geschlechtsidentität von Menschen arbeiten und therapeutisch vorgehen sollen und lehnen dann trans*idente und non-binäre Menschen ab. Unter Umständen liegt dies daran, dass trans*Personen oft gar keine klassische Psychotherapie benötigen, da es ja nicht um die Heilung von Symptomen oder einer psychischen Erkrankung geht, sondern vielmehr um eine aktive Unterstützung auf dem Weg der Transition und der persönlichen Entwicklung. Insofern stellt eine Zwangs-Psychotherapie für uns als Helfer*innen, aber auch für unsere Klient*innen / Patient*innen eine Restriktion dar, die oft als entwürdigend erlebt wird.
Somatopsychik – Wenn der Körper die Psyche beeinflusst
von Florian Friedrich 30. Januar 2026
Somatopsychik nach Gunther Schmidt: Wie der hypnosystemische Ansatz Körper & Psyche verbindet – verständlich erklärt & praxisnah.
Systemische Beratung und Therapie in Salzburg / Hamburg
von Florian Friedrich 27. Januar 2026
Hypnosystemisches Coaching Der hypnosystemische Ansatz geht auf den Arzt, Betriebswirten und Psychotherapeuten Gunther Schmidt zurück. Dieser war ein Schüler des Hypnotherapeuten Milton Erickson (1901-1980). Gunther Schmidt hat die lösungsorientierte systemische Familientherapie und Beratung mit der kompetenzaktivierenden Hypnotherapie Ericksons verbunden und damit die systemische Therapie massiv und nachhaltig weiterentwickelt. Gunther Schmidt ist ärztlicher Direktor der sysTelios Klinik , und er überzeugt mich von allen systemischen Therapeut*innen am meisten. Ich biete systemische und hypnosystemische Therapie, Beratung und Coaching in Salzburg und Hamburg an. Gerne komme ich auch in Ihren Betrieb. Existenzanalyse und Hypnosystemik Hören Sie den Podcast: Sounds of Science Spezial / Christian Kuhlmann, Alfried Längle & Gunther Schmidt - Hypnosystemik und Existenzanalyse
Hypnosystemische Psychotherapie
von Florian Friedrich 23. Januar 2026
Was ist Psychotherapie im hypnosystemischen Verständnis? Beratung, Coaching u nd Psychotherapie sind Wege, Menschen darin zu unterstützen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Psychotherapie bedeutet ursprünglich „Behandlung der Seele“ – im hypnosystemischen Ansatz (nach Gunther Schmidt) meint sie vor allem eine Begleitung von inneren und äußeren Veränderungsprozessen, die Leid lindern und Entwicklungsprozesse ermöglichen. Psychische Symptome werden dabei nicht primär als „Störungen“, sondern als sinnvolle Ausdrucksformen innerer Prozesse verstanden. Sie zeigen an, dass ein inneres System aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass wichtige Bedürfnisse bisher nicht ausreichend berücksichtigt werden konnten. Psychotherapie unterstützt Sie darin, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kompetenz, Selbstregulation und Lebendigkeit zu finden – zu jener Kraft und Energie, die Sie für ein erfülltes Leben benötigen.